Werbesprech: Von Social Media zum Social Business

kolumneWerbesprech: Von Social Media zum Social Business

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Unternehmen sollten ihre Social-Media-Strategie konsequent zu Ende denken. Denn ein soziales Unternehmen zu führen, bedeutet nicht nur Dialoge über Netzwerke wie Facebook zu führen.

Kolumne von Ralf Schwartz

Es ist immer noch überraschend, wie blauäugig viele Manager das Thema Social Media angehen. Kaum einer denkt seine Strategie zu Ende.

Seit das Buzzword "Social Media" in aller Marketing-Munde ist, häufen sich die Missverständnisse. Zu verlockend für die Berater ist das schnelle Geschäft, die Fortschreibung des Bekannten. Zu verlockend für das Marketing ist die bequeme Lösung, "Fans" mit wohlfeilem, sozialem Fliegenfänger an sich zu binden. Selten wurde Oberflächlichkeit so wenig hinterfragt.

Der heute unter dem Label "Social Media" geübte Dialog ist jedoch nur Vorgeplänkel des wahrhaft implizierten unternehmerischen Paradigmenwechsels hin zum Social Business. Nicht umsonst definiert Wikipedia "sozial" als "die Fähigkeit einer Person, sich für andere zu interessieren, sich einfühlen zu können, das Wohl Anderer im Auge zu behalten". Das ist mehr als eine pure Unterhaltung.

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Es ist wichtig, seine Social-Media-Strategie zu Ende zu denken. Denn so sozial, wie die Marke - oder ihr Management - sich geriert, ist sie bei weitem nicht. Wäre sie es, würde sie als Social Business, als soziales Unternehmen, komplett neue Ökosysteme - in Kollaboration mit Lieferanten, Partnern, Kunden - und entsprechend innovative Märkte kreieren:

01 - Dialog statt Monolog

Das Feedback kritischer Konsumenten macht Unternehmen sozialer, ökologischer, empathischer, altruistischer, nachhaltiger. Das muss man als Marke zulassen. Sind wir bereit, die Wahrheit zu ertragen, gar sie selbst zu sagen? Es wäre der richtige Schritt. Aber selbst dies ruft in manchen Seminaren schon Stirnrunzeln hervor.

02 - Nutzen statt Worte

Der Dialog, richtig verstanden, lässt uns bessere Marken und Unternehmen werden: So können wir nicht mehr so unbehelligt Kinder am anderen Ende der Welt ausbeuten, oder ihre Eltern mit unseren Farben und Chemikalien vergiften.

Das Involvement des Konsumenten, richtig verstanden, erhöht unsere Produkt-Qualität, lässt uns Palmöl mit mehr Bedacht verwenden, karzinogene Stoffe aus unserer Cola entfernen, unsere Stromversorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Wir können nicht länger behaupten, wir hätten nichts gewusst. Social Media, richtig verstanden, deckt die wahren Probleme der Marke erst auf.

Sind wir bereit, die produkt(ions)- und marken-technischen Konsequenzen zu tragen? Halten unsere Egos und Bonussysteme das aus? Darauf brauchen wir Antworten, ehe wir Social Media mit vollem Hinwendung angehen.

Dieser soziale Nutzen, richtig verstanden, lässt z.B. die Autoindustrie sich schneller in eine Mobilitäts-Industrie mit Car-Sharing, Fahrrädern, eScootern und Monatskarten für die Bahn entwickeln.

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4 Kommentare zu Werbesprech: Von Social Media zum Social Business

  • Es ist Zeit für Social Business Planning: Aligning Internal With External. Mehr: http://www.edelmandigital.com/2010/04/21/social-business-planning-aligning-internal-with-external/

  • Wer interne und externe Kommunikation vereinen will, stellt sich den Herausforderungen der Community Centric Strategie. Mehr: http://communitycentricstrategy.com/

  • Danke für den Interessanten Link, lieber FJonker

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