Werkstattkette: ATU verhandelt mit möglichen Investoren

Werkstattkette: ATU verhandelt mit möglichen Investoren

, aktualisiert 04. August 2016, 17:39 Uhr
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Hohe Filialmieten, ein verspäteter Einstieg in den Online Handeln und häufige Chefwechsel haben dafür gesorgt, dass ATU bereits seit Jahren unter Schwierigkeiten leidet.

Quelle:Handelsblatt Online

ATU verhandelt mit einer „größeren Gruppe“ möglicher Investoren. Die Werkstattkette verzeichnet schon seit Jahren Umsatzrückgänge. Doch die Verhandlungen werden sich vermutlich über Monate hinziehen.

WeidenDie von jahrelangen Umsatzrückgängen geplagte Werkstattkette ATU verhandelt mit einer „größeren Gruppe“ potenzieller Investoren, die die Finanzen des Unternehmens aufbessern könnten. Das geht aus einem internen Brief von Vorstandschef Jörn Werner an die Führungskräfte des Unternehmens hervor.

„Diverse internationale Strategen sind in den letzten Monaten mit dem Ziel einer Partnerschaft an uns herangetreten“, schreibt Werner in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Die Verhandlungen werden demnach noch einige Monate dauern: „Wir rechnen nicht mit einem Abschluss vor Ende des Jahres“, sagte ein Unternehmenssprecher im oberpfälzischen Weiden.

Dass ATU einen Investor sucht, hatte kürzlich die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ gemeldet. Vorstandschef Werner schreibt an seine Führungskräfte, dass alle ausgewählten Anwärter Know-How und Kenntnis der Märkte, Netzwerke und „Finanzmittel für weitere Investitionen“ mitbrächten.

ATU leidet seit Jahren an mehreren Problemen: Zum einen zahlt die Werkstattkette sehr hohe Mieten für ihre Filialen, wie aus dem Brief hervorgeht. Außerdem stieg ATU mit Verspätung in den Online-Handel ein. Hinzu kamen häufige Chefwechsel.


Erste Erfolge

A.T.U war Ende 2013 an seine Gläubiger um den Hedgefonds Centerbridge gefallen, nachdem der Finanzinvestor KKR kein frisches Geld mehr in das Unternehmen stecken wollte. Die neuen Investoren erließen A.T.U 600 Millionen Euro Schulden und suchen nun den Ausstieg.

Seit gut einem Jahr bemüht sich eine neue Geschäftsführung um den ehemaligen Chef von Conrad Electronic, Werner, darum, das Geschäft von A.T.U zu stabilisieren. In dem Brief berichtet er von ersten Erfolgen. Der Umsatz sei von April bis Juni erstmals seit 2011 erstmals nicht mehr zurückgegangen.

Im Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende Juni) habe A.T.U 977 Millionen Euro umgesetzt, 2016/17 soll es leicht auf 990 Millionen steigen. Der operative Gewinn soll den Planungen zufolge dann bei 36 Millionen Euro liegen. „Mittelfristig sind wir zuversichtlich, das operative Ergebnis wieder in den dreistelligen Bereich zu führen“, heißt es in dem Brief.

Der erfahrene Sanierer Hans-Joachim Ziems arbeitet zugleich daran, die aus Sicht von A.T.U deutlich überhöhten Mietkosten der Filialen zu senken. Bis Jahresende soll damit laut Werner ein zweistelliger Millionenbetrag eingespart werden. Firmengründer Peter Unger hatte das Geschäft und die Immobilien separat verkauft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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