Werner knallhart: Die Top 7 der verwirrendsten Regeln bei der Flugreise

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Ein Flugzeug.

Kolumne von Marcus Werner

Im Flugverkehr gibt es ein Mischmasch an Vorschriften, das kein vernünftiger Passagier mehr versteht. Stattdessen herrscht internationales Wirrwarr - von der Buchung bis zum Gepäckband.

1. Die Buchung: Die Überraschung wie immer am Ende

Viele werden jetzt rufen: "Ja, was fliegt ihr Deppen auch mit Iberia?" Aber die waren recht günstig. Und da bin ich eigen. Ich spare gern. Nach Ende des Buchungsvorgangs kam dann aber der Knaller. Wenn wir zu zweit sichergehen wollten, nebeneinandersitzen zu können, hätte das einen Aufpreis von 60 Euro gekostet. Was ist das denn für eine eiskalte Abzocke auf den letzten Metern? Da werden ganze Familien auseinandergerissen! Im Vergleich dazu finde ich das einstige Gedankenspiel von Ryanair richtig sympathisch, an Bord Toilettengebühren zu verlangen.

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Stellen Sie sich vor, Sie bestellen mit Freunden im Restaurant ein Abendessen und der Kellner mault: "Übrigens, neu: Wenn Sie gleichzeitig essen wollen, kostet das zehn Euro oben drauf." Ich fände das komisch.

2. Der Check-In: Reisepass oder nicht?

Die Dame am Schalter für den Flug zum Umsteigepunkt Madrid fragt nach unseren Ausweisen. Warum muss man sich am Check-in-Schalter eigentlich ausweisen? Hätte ich mir die Bordkarte auf das Handy schicken lassen und wäre nur mit Handgepäck nach Madrid gereist, hätte kein Mensch meinen Ausweis sehen wollen. Warum also am Schalter? Es war doch ein Flug innerhalb der EU. Naja. Ich lüpfe meinen Perso. "Den Reisepass bitte", lächelte die Dame routiniert.

Ich dachte kurz nach und fragte: "Hä?" Dann fiel mir noch ein: "Innerhalb der EU?"

"Sie fliegen ja weiter nach Argentinien. Und da brauchen Sie einen Pass."

"Ja, aber doch erst bei der Einreise in Argentinien." Ach so, deshalb. Wie oft war ich bei der Ausreise aus Deutschland von den Grenzern mit Personalausweis durchgelassen worden. Aber die Fluggesellschaften sind strenger. Kapier ich nicht. In Brasilien muss man beim Check-In übrigens eine Notfallnummer von Angehörigen angeben, falls das Flugzeug abstürzt. Auch eine charmante Idee.

3. Die Sicherheitskontrollen: Internationales Regelungs-Chaos

Meistens gilt: Flüssigkeiten nicht mehr als 100 Milliliter. Alles zusammen maximal ein Liter. Und dann diese Tüte. Kurios, dass die Medikamente nicht in die Tüte müssen. Denn woher wissen denn die Kontrolleure, ob in einer Nasensprayflasche wirklich ein Nasenspray ist und nicht etwa ein Duftspray oder Benzin? Können die das am Monitor zweifelsfrei erkennen? Die Regel macht irgendwie mehr Angst als ruhig - denn man merkt, dass sie nicht kontrolliert werden kann.

Übrigens: Weder in Tegel noch in Madrid hat jemand nach der Tüte gefragt. Wahrscheinlich wird die Vorschrift langsam langweilig.

Wasserflaschen mit mehr als 100 Milliliter Inhalt müssen aber in jedem Fall weggeworfen werden. Außer zum Beispiel in Argentinien und Brasilien. Weil man dort offenbar fest davon ausgeht, dass kein Mensch so bescheuert ist, anderthalb Liter Brennstoff im Flugzeug auszukippen und anzuzünden oder damit zu drohen, um das Flugzeug so zu entführen. Wichtig aber (das sagte uns die Security): Der Laptop muss separat durchleuchtet werden. Anders die Wasserflasche! Die muss vor der Röntgen-Kontrolle unbedingt rein in die Tasche. Sonst rollt sie womöglich im Gerät vom Band und kommt nicht mehr heraus.

In Tel Aviv wiederum werden vor dem Abflug sogar die Handys mit speziellen Messgeräten auf Sprengstoff untersucht. Allein die Sicherheitskontrollen dauern dort gut und gerne mal zwei Stunden. Nachvollziehbar, denn Israel lebt in besonderer Angst vor Terror. Vor Flügen nach Tel Aviv finden aber mitunter keine solchen Sonderkontrollen statt. Lieber nicht drüber nachdenken.

Mein Vater hat vor einigen Jahren nach einem Flug nach Schweden sein Schweizer Taschenmesser im Handgepäck gefunden. So ein zweifingerdickes mit Säge und so. Er hatte es schon vermisst und fand es nun eigentlich sehr lustig.

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