Wertstoff-Kreislauf: Wer sortiert künftig den Müll?

Wertstoff-Kreislauf: Wer sortiert künftig den Müll?

von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Bundesrat muss entscheiden, ob Gemeinden oder private Dienstleister die Sammlung von Wertstoffen im Hausmüll übernehmen. WirtschaftsWoche Online sprach mit Thorsten Grenz von Veolia Umweltservice.

Bild vergrößern

Der Bundesrat muss im Rahmen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes entscheiden, ob die Sammlung von Wertstoffen im Hausmüll  künftig von den Gemeinden oder privaten Dienstleistern übernommen wird.

Der Bundesrat entscheidet heute, ob die Sammlung von Wertstoffen im Hausmüll  künftig von den Kommunen oder Privatunternehmen erledigt wird. Warum können das private Unternehmen besser als öffentliche?

Anzeige
Dr. Thorsten Grenz, CEO Veolia Umweltservice.

Dr. Thorsten Grenz, CEO Veolia Umweltservice.

Grenz: So pauschal würde ich das nie behaupten, das ist kein „Naturgesetz“! Wir möchten uns aber einem fairen Wettbewerb stellen und beweisen, dass wir es besser können. Das aber wollen die Kommunen verhindern und ohne einen Leistungsvergleich an kommunale Betriebe vergeben. Die Folgen sind absehbar: Ein kommunales Monopol führt zu schlechtem Service, hohen Preisen und weniger Fortschritt beim Recycling. Unter dem Druck kommunaler Interessen vergibt Deutschland die Chance, die Kreislaufwirtschaft weiter voran zu bringen.

Kreislaufwirtschaft Acht Milliarden aus Müll und Schrott

Knappe Ressourcen und steigende Preise treiben die Nutzung von wiederverwertbaren Rohstoffen an. Die Kreislaufwirtschaft ersetzt schon 15 Prozent des Rohstoffverbrauchs. Das verringert die Abhängigkeit aus dem Ausland.

Recycling auf dem Schrottplatz: Der Trend geht von der Abfallbeseitigung zur Abfallwiederverwertung. Quelle: ap

Was bedeutet das am Ende für den Bürger? Schaffen die Kommunen nicht am Ende genauso viel Stellen wie Privatunternehmen?

Das Ziel des Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft voran zu bringen, also Recycling weiter zu entwickeln und Rohstoffe zu sichern. Das ist gut und richtig. Dieses wird am besten durch fairen Wettbewerb erreicht, an dem öffentliche Unternehmen natürlich teilnehmen sollen. Wer den Wettbewerb gewinnt, schafft die Arbeitsplätze.

Bedeutet eine private Wertstoffsammlung höhere Müllgebühren?

Die Erfahrung lehrt doch das genaue Gegenteil! Fairer Wettbewerb führt zu günstigen Preisen und hoher Qualität. Ganz konkret: das Abholen von Altpapier kann für den Bürger kostenfrei sein.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%