Wilhelmshaven: Wichtige Reedereien wollen JadeWeserPort nicht anfahren

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Gelände des neuen JadeWeserPorts in Wilhelmshaven

von Christian Schlesiger

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, Deutschlands erster und einziger Tiefwasserhafen, wird nach seiner nun auf Ende September verschobenen Eröffnung nur von der dänischen Reederei Maersk angefahren.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche haben die zwei großen deutschen Containerlinien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd derzeit „keine Pläne“ für einen Anlauf in Wilhelmshaven, heißt es offiziell auf Anfrage der WirtschaftsWoche aus den Unternehmenszentralen in Hamburg. Auch die Schweizerische Reederei MSC, die weltweite Nummer zwei, hat laut WirtschaftsWoche keine Pläne, Wilhelmshaven in ihr Streckennetz aufzunehmen. Damit droht dem neuen Hafen eine schwierige Anlaufzeit.

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Ein Grund für die Zurückhaltung dürfte dem Magazin zufolge die Verärgerung der Reedereien über den dänischen Wettbewerber Maersk sein, der über die Tochtergesellschaft APM Terminals zusammen mit Eurogate Wilhelmshaven betreibt. Weltmarktführer Maersk habe die Frachtraten im Containergeschäft bis Anfang dieses Jahres „systematisch ruiniert, um Marktanteile zu gewinnen“, sagte Jan Ninnemann, Professor für maritime Logistik an der HSBA Hamburg School of Business Administration, der WirtschaftsWoche.

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Wegen dieser dauerhaft niedrigen Frachtraten hätten fast alle Reedereien der Welt hohe Verluste eingefahren. „Es ist zu vermuten“, so Ninnemann, „dass sich die Wettbewerber so lange weigern werden, den Standort mit Maersk zu teilen, bis sie an Wilhelmshaven einfach nicht mehr vorbei kommen.“

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