Winterdienst : Deutsche Bahn plant bereits für kalten Winter

Winterdienst : Deutsche Bahn plant bereits für kalten Winter

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Die Deutsche Bahn steckt bereits mitten in den Vorbereitungen auf den Winter.

Die Deutsche Bahn hat mit den Vorbereitungen auf den Winter begonnen. 21 000 Helfer und 64 Schneeräumfahrzeuge sollen für die Gleise bereitstehen. Das Budget für den Winterdienst liegt bei 35 bis 40 Millionen Euro.

Wenn meterhohe Schneepflüge auf Schienen anrollen, ist das keine Fata Morgana. Die Deutsche Bahn ist bei sommerlichen Temperaturen mitten in den Wintervorbereitungen. Im Berliner Maschinenpool der Deutschen Bahn braucht Werkstattleiter Hagen Wegner auch bei 20 Grad im Schatten viel Gespür für Schnee. Ein meterhohe Pflug ist bereits zur Generalinspektion angerollt. Die kann gut zwei Monate dauern und 200 000 Euro kosten.

Spätestens seit dem harten Winter 2010 haben die Worte „Schnee“ und „Eis“ bei der Netz AG der Bahn, die für Gleise, Weichen und Oberleitungen zuständig ist, einen anderen Klang. Auch im Sommer. Die Netz AG plant ihren Wintereinsatz seit 2011 bundesweit nach einheitlichen Standards - und zwei Jahre im Voraus. Denn ab November können überall Schneeberge lauern, oft gefolgt vom Schimpfen und Spotten der Fahrgäste über große Verspätungen.

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Mitten im Sommer brütet deshalb auch Tobias Lesinski in Frankfurt am Main über der bundesweiten Verteilung von Räumfahrzeugen für die Gleise und Räummannschaften zum Schneeschippen. Er hat für die Netz AG im Blick, welche der rund 70 000 Weichen eine Heizung brauchen, welche zusätzlich noch eine Abdeckung zum Schutz ihrer sensiblen Mechanik. Und er überlegt, an welchen Stellen Helfer mit Schneeschippen kostengünstiger arbeiten können als Maschinen.

Deutsche Bahn So ist die Bahn für den Winter aufgestellt

Die Winter-Vorbereitungen der Bahn werden nicht ausreichen. Schon ohne Schnee und Eis hat sie genug Mühe, für einen reibungslosen Verkehr zu sorgen.

huGO-BildID: 30300814 Ein Fahrgast geht bei Schneefall am 18.03.2013 über einen Bahnsteig im Bahnhof Altona in Hamburg, auf dem ein ICE nach München steht. Foto: Bodo Marks/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Streng genommen denkt Lesinski schon im März an den nächsten Schnee. Für ihn sei der Winterdienst ein „Permanentprozess“, sagt er. Seine Kollegen nennen ihn nur noch „Mister Winter“. Das Budget liegt bei 35 bis 40 Millionen Euro für eine Saison - das ist rund doppelt so hoch wie noch vor sechs Jahren.

21 000 Helfer und 64 Schneeräumfahrzeuge für die Schiene hat Lesinski bundesweit für seine neue Planung zur Verfügung. Darunter sind 32 massige Pflüge wie die Berliner „Schneekuh“, die ab rund 40 Zentimeter Schnee ausrücken. Dazu kommen 13 Schneeschleudern, die sich wie ein riesiger Ventilator auch noch durch einen Meter Schnee und mehr fräsen können. Der Rest sind Arbeitszüge, die sich mit Bürste und Pflug für leichten Schneefall umrüsten lassen.

Kälteschutz Die Deutsche Bahn sorgt für den Winter vor

Reisende könnten im kommenden Winter mit weniger Verspätungen bei der Deutschen Bahn rechnen. Für eine besser Enteisung hat die DB jetzt eine Frostschutzanlage in Betrieb genommen.

Sieben Minuten lang werden die ICEs von unten mit Frostschutzmittel besprüht. Das Glykolgemisch soll verhindern, dass sich während der Fahrt Eisklumpen am Zug bilden. Quelle: REUTERS

Auch wenn es keinen Winter gibt, kostet er der Bahn Geld. Die Helfer müssen gebucht und ausgebildet werden - vor allem jene 7000, die später bei laufendem Betrieb für die Sicherheit der schippenden Kollegen im Gleisbett sorgen. Dazu kommen noch einmal mehrere Tausend Mitarbeiter, die für die Bahn-Sparte Station und Service Bahnhöfe von Schnee und Eis befreien. Eine dritte Stelle, die Sparten Fernverkehr und Regio, ist für die Züge verantwortlich. Zu Ärgernissen gehören dabei, dass Türen zufrieren, die Bordelektronik versagt oder Batterien streiken.

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