Wirtschaftsprüfer: KPMG schnappt sich Brainnet

Wirtschaftsprüfer: KPMG schnappt sich Brainnet

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KPMG übernimmt die Bonner Beratungsfirma Brainnet

von Julia Leendertse

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG übernimmt die Beratungsfirma Brainnet. Und wird damit ein ernsthafter Rivale im Segment der Strategieberatung.

McKinsey, Boston Consulting Group, A.T. Kearney & Co. müssen sich warm anziehen. Mit der Übernahme der Bonner Beratungsfirma Brainnet ist der Wirtschaftsprüfer KPMG für die renommierten Strategieberater quasi über Nacht zum ernstzunehmenden Rivalen aufgestiegen.

Brainnet gilt international als führende Adresse in der Beratung rund um Einkauf und Supply Chain Management und berät bereits heute zwei Drittel der Dax-30-Konzerne, 100 der Fortune-500-Firmen sowie international tätige Mittelständler wie Miele, Liebherr oder Claas.

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In das globale Netzwerk der viertgrößten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bringt Brainnet rund 300 industrieerfahrene Einkaufs- und Supply-Chain-Managementspezialisten ein. Etwa genauso viele Einkaufs- und Lieferkettenexperten gab es bereits bisher bei KPMG.

Unter der Führung des bisherigen Brainnet-CEOs Christian Rast wird dieses Heer an Spezialisten in einem gemeinsamen Center of Excellence für Supply Chain Management Unternehmen aus der ganzen Welt aus einer Hand einen zuvor nie dagewesenen Schatz an Know-how darüber bieten können, wie sich globale Lieferketten möglichst effizient, kosten- und steuergünstig gestalten und steuern lassen.

Enormer Wettbewerbsvorteil

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„Unser Ziel war es schon immer zur Nummer eins in der Supply Chain Management-Beratung weltweit aufzusteigen. Im globalen Netzwerk von KPMG können wir genau das erreichen“, begründet der bisherige Brainnet-CEO und künftige KPMG-Partner Christian Rast seine Entscheidung, unter das Dach der Big Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu gehen. In der Tat dürfte der Wettbewerbsvorteil, der aus dem Zusammenschluss der beiden Häuser entsteht, für keinen Mitbewerber dublizierbar sein.

Anders als KPMG haben Strategieberatungshäuser wie McKinsey oder BCG keine Steuer- oder Verrechungspreisexperten in den eigenen Reihen vorzuweisen. Und wenn jetzt die restlichen drei der vier Big Four-Wirtschaftsprüfer – sprich PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young oder Deloitte, sich in puncto Supply Chain Managementberatung durch Zukäufe verstärken wollen, gibt es keine zweite Spezialberatung mehr am Markt, die ähnlich viele und erfahrene Beschaffungsprofis einbringen könnte, wie Brainnet es jetzt bei KPMG kann.

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