
McKinsey, Boston Consulting Group, A.T. Kearney & Co. müssen sich warm anziehen. Mit der Übernahme der Bonner Beratungsfirma Brainnet ist der Wirtschaftsprüfer KPMG für die renommierten Strategieberater quasi über Nacht zum ernstzunehmenden Rivalen aufgestiegen.
Brainnet gilt international als führende Adresse in der Beratung rund um Einkauf und Supply Chain Management und berät bereits heute zwei Drittel der Dax-30-Konzerne, 100 der Fortune-500-Firmen sowie international tätige Mittelständler wie Miele, Liebherr oder Claas.

Platz 5: Rödl & Partner
246 Millionen Euro Umsatz machte die Kanzlei im Geschäftsjahr 2010/2011 nach einer vorläufigen Schätzung. Ein Drittel davon erwirtschaftete die Gesellschaft mit Wirtschaftsprüfungen.* Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. 3.100 Menschen sind bei Rödl & Partner beschäftigt.
* Rest der Umsätze: Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung

Platz 4: Deloitte
Mit einem Umsatz von 624 Millionen Euro im vergangenen Jahr ist Deloitte zwar deutlich größer als Rödl & Partner, aber immer noch ein verhältnismäßig kleiner Fisch im Vergleich zu den Top drei. 39 Prozent des Umsatzes machte das Geschäft mit Wirtschaftsprüfungen aus. Im Geschäftsjahr 2010/2011 fuhr Deloitte einen Gewinn von 12,6 Millionen Euro ein und verbuchte damit das beste Ergebnis der fünf größten deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Für Deloitte arbeiten in Deutschland mehr als 4.500 Menschen.
Bild: dapdPlatz 3: Ernst & Young
Mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde Euro schaffen es Ernst & Young auf den dritten Platz im Ranking. 41 Prozent des Umsatzes wurden im vergangenen Jahr mit Wirtschaftsprüfung erwirtschaftet. Insgesamt gab es einen kleinen Gewinn von 300.000 Euro. Die Gesellschaft beschäftigt in Deutschland mehr als 6.700 Mitarbeiter.
Bild: APPlatz 2: KPMG
Die Frankfurter Gesellschaft setzte 2011 mehr als 1,2 Milliarden Euro um. 46 Prozent erwirtschaftete KPMG mit Wirtschaftsprüfungen. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. Aktuell beschäftigt KPMG gut 8.400 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören unter anderem die Deutsche Bank.
Bild: dpaPlatz 1: PricewaterhouseCoopers
PwC setzte 2011 rund 1,44 Milliarden Euro um und ist damit die größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland. 48 Prozent der Umsatzes kamen durch Wirtschaftsprüfungen zustande. Im vergangenen Jahr schrieb PwC einen Verlust von 1,6 Millionen Euro. Derzeit beschäftigt das Unternehmen fast 8.900 Mitarbeiter.
Platz 5: Rödl & Partner
246 Millionen Euro Umsatz machte die Kanzlei im Geschäftsjahr 2010/2011 nach einer vorläufigen Schätzung. Ein Drittel davon erwirtschaftete die Gesellschaft mit Wirtschaftsprüfungen.* Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. 3.100 Menschen sind bei Rödl & Partner beschäftigt.
* Rest der Umsätze: Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung
In das globale Netzwerk der viertgrößten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bringt Brainnet rund 300 industrieerfahrene Einkaufs- und Supply-Chain-Managementspezialisten ein. Etwa genauso viele Einkaufs- und Lieferkettenexperten gab es bereits bisher bei KPMG.
Unter der Führung des bisherigen Brainnet-CEOs Christian Rast wird dieses Heer an Spezialisten in einem gemeinsamen Center of Excellence für Supply Chain Management Unternehmen aus der ganzen Welt aus einer Hand einen zuvor nie dagewesenen Schatz an Know-how darüber bieten können, wie sich globale Lieferketten möglichst effizient, kosten- und steuergünstig gestalten und steuern lassen.
Enormer Wettbewerbsvorteil
„Unser Ziel war es schon immer zur Nummer eins in der Supply Chain Management-Beratung weltweit aufzusteigen. Im globalen Netzwerk von KPMG können wir genau das erreichen“, begründet der bisherige Brainnet-CEO und künftige KPMG-Partner Christian Rast seine Entscheidung, unter das Dach der Big Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu gehen. In der Tat dürfte der Wettbewerbsvorteil, der aus dem Zusammenschluss der beiden Häuser entsteht, für keinen Mitbewerber dublizierbar sein.
Anders als KPMG haben Strategieberatungshäuser wie McKinsey oder BCG keine Steuer- oder Verrechungspreisexperten in den eigenen Reihen vorzuweisen. Und wenn jetzt die restlichen drei der vier Big Four-Wirtschaftsprüfer – sprich PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young oder Deloitte, sich in puncto Supply Chain Managementberatung durch Zukäufe verstärken wollen, gibt es keine zweite Spezialberatung mehr am Markt, die ähnlich viele und erfahrene Beschaffungsprofis einbringen könnte, wie Brainnet es jetzt bei KPMG kann.

























