WM-Affäre: DFB kündigt Stellungnahme gegenüber Finanzbehörden an

WM-Affäre: DFB kündigt Stellungnahme gegenüber Finanzbehörden an

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Der damalige WM-OK-Chef Franz Beckenbauer (l) und der damalige FIFA-Präsident Joseph Blatter stehen 2005 auf einer Bühne.

Der Fiskus will Medienberichten zufolge bis zu 25 Millionen Euro Steuernachzahlungen vom DFB. Der hat nun eine Stellungnahme gegenüber den Finanzbehörden angekündigt.

Angesichts drohender Steuernachzahlungen in der WM-Affäre hat der Deutsche Fußball-Bund eine Stellungnahme gegenüber den Finanzbehörden angekündigt. „Die vorläufige Bewertung der Finanzverwaltung wird von den Fachanwälten des DFB nicht geteilt“, heißt es in einer Erklärung des Verbandes vom Donnerstagabend. „Bislang hat die Finanzverwaltung keine geänderten Steuerbescheide erlassen. Weder die Finanzverwaltung noch die Staatsanwaltschaft haben ihre Ermittlungen abgeschlossen, sondern bislang nur vorläufige Bewertungen vorgenommen.“

Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Bild“-Zeitung (Freitag) wirft die Steuerfahndung des Finanzamtes Frankfurt dem DFB in einem Zwischenbericht vor, den Fiskus bei der Rückzahlung eines ominösen Darlehens von 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus bewusst getäuscht zu haben. In der Steuererklärung zur WM 2006 ist diese Zahlung als Kostenbeitrag zu einer WM-Gala verbucht, die jedoch nie stattfand.

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Der DFB blieb auch am Donnerstagabend bei seiner Einschätzung, dass „die Zahlung der 6,7 Millionen Euro im Jahr 2005 betrieblich veranlasst war, da sie nach den bisherigen Erkenntnissen im Zusammenhang mit der Erlangung des FIFA-Zuschusses zur WM 2006 stand“. In dem Vermerk der Steuerfahndung ist laut „SZ“-Bericht jedoch von „Luftbuchungen“ und „Scheingeschäften“ die Rede. Dem DFB drohten Steuernachzahlungen von geschätzt bis zu 25 Millionen Euro, hieß es.

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