Zalando : Der Lichtblick der Saison

Zalando : Der Lichtblick der Saison

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Der Online-Versandhändlers Zalando kann seine Ergebnisse steigern.

von Henryk Hielscher

Gewinnwarnung bei Hugo Boss, Stellenstreichungen bei Gerry Weber, rote Zahlen bei Esprit – und Zalando? Der Berliner Online-Modehändler präsentierte heute Geschäftszahlen, die es in sich hatten.

Die Modebranche schien in den vergangenen Wochen in den Krisenmodus umzuschalten. Doch heute präsentierte Europas größter Online-Modehändler Zalando Geschäftszahlen, die ein deutlich freundlicheres Bild zeichneten.

Die größten Probleme bei Lieferungen von Onlinehändlern

  • Platz 6

    14 Prozent der Befragten erhielten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal keine Ware, obwohl Händler oder Zusteller eine erfolgreiche Zustellung meldeten

  • Platz 5

    Die falsche Ware erhielten im vergangenen Jahr 17 Prozent der Befragten

  • Platz 4

    24 Prozent der Befragten ärgerten sich über beschädigte Ware

  • Platz 3

    Mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) klagten darüber bestellte Waren gar nicht bekommen zu haben

  • Platz 2

    45 Prozent der Befragten gaben an, dass bei ihnen in den vergangenen zwölf Monaten die Karte mit dem Hinweis auf "verpasste Anlieferung" in den Briefkasten eingeworfen wurde, obwohl sie zu Hause waren

  • Platz 1

    Bei 48 Prozent der Befragten kamen Lieferungen später an als angekündigt

  • Die Studie

    Die Studie entstand im Auftrag für JDA Software, einen führenden Anbieter von Lösungen für die Bereiche Supply Chain, Produktionsplanung. Für die Auswertung wurden 2042 repräsentativ ausgewählte Verbraucher zwischen 16 und 64 Jahren aus Deutschland befragt. Die Erhebung erfolgte online im April 2015 und wurde von dem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt.

Die als Online-Schuhhändler gestartete Firma mit Sitz in Berlin hat europaweit mittlerweile 18 Millionen Kunden. 2015 stieg der Umsatz um 34 Prozent auf 2,96 Milliarden Euro. Zugleich konnte der Onliner-Händler den Gewinn von 47 auf 122 Millionen Euro steigern.

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Damit wollen sich die Berliner nicht zufrieden geben. „Wir glauben, dass Zalando in der Zukunft einen Anteil von fünf Prozent am europäischen Modemarkt haben kann", sagte Vorstand Rubin Ritter. Aktuell liegt Zalandos Marktanteil erst bei rund einem Prozent.

Die beliebtesten deutschen Händler

  • Quelle

    Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
    Stand der Veröffentlichung: Dezember 2014.

  • Platz 10

    eBay
    Online-Auktionshaus
    Indexwert: 79,3 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 9

    Kaufland
    Lebensmittel
    Indexwert: 79,4 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 8

    Müller
    Drogerie
    Indexwert: 79,8 (minus 0,2 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 7

    Globus
    Lebensmittel
    Indexwert: 79,9 (plus 1,8 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 6

    Thalia
    Bücher
    Indexwert: 80,3 (minus 0,7 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 5

    Douglas
    Drogerie
    Indexwert: 80,4 (minus 0,7 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 4

    Rossmann
    Drogerie
    Indexwert: 80,8 (plus 1,1 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 3

    Breuninger
    Mode
    Indexwert: 80,8 (plus 7,5 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 2

    Amazon
    Multisortimenter
    Indexwert: 85,0 (plus 2,4 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 1

    dm
    Drogerie
    Indexwert: 86,5 (plus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Ob und vor allem wann das Unternehmen das Ziel erreichen soll, ließ Ritter denn auch offen. Klar ist, im bisherigen Tempo wird es 2016 nicht weiter gehen. So peilt Zalando ein Umsatzplus am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 20 bis 25 Prozent an. "Das bleibt ein ambitioniertes Ziel, nur wenige Firmen weltweit wachsen in einem solch schnellen Tempo", sagte Ritter.

Der Treiber der Entwicklung sind dabei nicht mehr Bestellungen vom klassischen PC aus sondern über die Zalando-App, in die das Unternehmen zuletzt viel Geld investiert hat. Im vierten Quartal bestellten bereits knapp 60 Prozent der Zalando-Kunden BH’s und Ballerinas via Smartphone oder über Tablet-Computer, ein Jahr zuvor waren es 48 Prozent. Die App wurde den Angaben nach 16 Millionen Mal heruntergeladen, 2014 lag die Zahl der Downloads bei etwa sieben Millionen.

Mit Material von dpa



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