Zalando: Wachstumskurs geht steil nach oben

Zalando: Wachstumskurs geht steil nach oben

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Der Online-Versandhändlers Zalando kann seine Zahlen steigern.

Der Online-Modehändler Zalando hält an seinem rasanten Wachstumskurs fest. Gut ein Drittel mehr Umsatz steht im Buch. Das angepeilte Umsatzwachstum kann die Anleger allerdings trotznicht begeistern.

Zalando will seinen strammen Wachstumskurs in diesem Jahr fortsetzen. Der Umsatz soll um 20 bis 25 Prozent zulegen, wie Vorstandsmitglied Rubin Ritter am Dienstag in Berlin sagte. Um neue Kunden zu gewinnen, will Zalando mit rund 200 Millionen Euro weiter kräftig in seine Plattform investieren. „Wir haben bewusst die Entscheidung getroffen, unseren Wachstumskurs bei solider Profitabilität fortzusetzen“, sagte Ritter.

Eine Gefahr durch die wachsenden Aktivitäten des Wettbewerbers Amazon im Online-Modehandel sehe Zalando nicht, sagte Ritter. Der E-Commerce-Riese hatte zuletzt eigene Modemarken gestartet, ist damit in Deutschland aber noch nicht vertreten.

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Zalando hatte 2010 mit dem Verkauf von eigenen Labels begonnen. „Natürlich werden wir nicht der einzige Händler auf diesem Gebiet sein“, sagte Ritter. Der Markt sei groß genug für mehrere Player.

Die größten Probleme bei Lieferungen von Onlinehändlern

  • Platz 6

    14 Prozent der Befragten erhielten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal keine Ware, obwohl Händler oder Zusteller eine erfolgreiche Zustellung meldeten

  • Platz 5

    Die falsche Ware erhielten im vergangenen Jahr 17 Prozent der Befragten

  • Platz 4

    24 Prozent der Befragten ärgerten sich über beschädigte Ware

  • Platz 3

    Mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) klagten darüber bestellte Waren gar nicht bekommen zu haben

  • Platz 2

    45 Prozent der Befragten gaben an, dass bei ihnen in den vergangenen zwölf Monaten die Karte mit dem Hinweis auf "verpasste Anlieferung" in den Briefkasten eingeworfen wurde, obwohl sie zu Hause waren

  • Platz 1

    Bei 48 Prozent der Befragten kamen Lieferungen später an als angekündigt

  • Die Studie

    Die Studie entstand im Auftrag für JDA Software, einen führenden Anbieter von Lösungen für die Bereiche Supply Chain, Produktionsplanung. Für die Auswertung wurden 2042 repräsentativ ausgewählte Verbraucher zwischen 16 und 64 Jahren aus Deutschland befragt. Die Erhebung erfolgte online im April 2015 und wurde von dem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt.

Um das Wachstum zu beschleunigen, hatte der Online-Händler zuletzt viel Geld in seine Smartphone-App gesteckt. Die Investitionen haben sich gelohnt: Rund 60 Prozent der Besucher kamen 2015 über mobile Endgeräte, im Vorjahr waren es etwa 48 Prozent. Die App wurde den Angaben nach 16 Millionen Mal heruntergeladen, 2014 lag die Zahl der Downloads bei etwa 7 Millionen.

Im zurückliegenden Jahr konnte der Berliner Online-Händler seinen Umsatz um etwa ein Drittel auf 2,96 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 121,5 Millionen Euro, nach 47,1 Millionen Euro im Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente Zalando 89,6 Millionen Euro (Vorjahr: 62,1 Millionen Euro). Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen hatte 2014 erstmals schwarze Zahlen geschrieben.

Profitabel war Zalando vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Händler treibt seine europaweite Expansion aber voran und plant die Eröffnung von neuen großen Logistikzentren in Lahr im Schwarzwald und im italienischen Stradella. Die Gesellschaft hat bereits Vertriebszentren in Brieselang in Brandenburg, Erfurt und Mönchengladbach.

Anleger nicht so zufrieden

Ein angepeiltes Umsatzwachstum von bis zu 25 Prozent hat Anlegern bei Zalando nicht ausgereicht. Die Aktien von Europas größtem Online-Modehändler fielen am Dienstag um bis zu drei Prozent auf 27,95 Euro. Damit zählten sie zu den größten Verlierern im Nebenwerteindex MDax. Börsianer zeigten sich enttäuscht. "Die hohen Erwartungen wurden nicht erfüllt", sagte ein Händler.

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Die Analysten der DZ Bank hatten ein Umsatzwachstum und eine Profitabilität am oberen Ende der von Zalando in Aussicht gestellten Spanne bereits erwartet. "Vor diesem Hintergrund ist im Augenblick nicht mit positiven Gewinnrevisionen zu rechnen." Allerdings sei das Wachstumsziel als "konservativ" einzuschätzen.

An der Spitze des Zalando-Aufsichtsrats soll künftig der frühere Axel-Springer-Manager Lothar Lanz stehen. Die Wahl sei nach der Hauptversammlung am 31. Mai geplant, sagte Ritter. Lanz ist bereits Mitglied im Aufsichtsrat und Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

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