
Popstar Madonna und andere Stammgäste des berühmten Pariser Luxushotels „Ritz“ müssen sich ab diesem Mittwoch vorübergehend nach Alternativen umschauen. Der ägyptische Milliardär Mohamed Al Fayed lässt das Gebäude am schicken Vendôme-Platz für rund 140 Millionen Euro komplett renovieren. Mindestens bis zum Sommer 2014 werden deswegen keine Gäste empfangen.

Den letzten freien Platz unter den Top-Ten sichert sich wie im letzten Jahr das Le Meurice in Paris. Wer vom Shoppen kommt, die Hände voll mit Tüten von Dior, Chanel oder Pierre Hermé kann sich im Le Meurice dezent zurückziehen, denn trotz zentraler Lage ist sein Zugang dezent gelegen.
Texte: Saskia Littmann

In den traditionellen Riads des La Mamounia lässt es sich wunderbar entspannen und die marokkanische Kultur genießen. 700 Quadratmeter und ein privater Pool sorgen für die nötige Diskretion.

In einer Stadt, in der Platz rar und Wohnraum exorbitant teuer ist, zählt für Gäste allein der Superlativ der größten Zimmer der Stadt schon viel. Hoch über den Dächern der japanischen Metropole warten auf die Gäste Zimmer mit mindestens 50 Quadratmetern und großartiger Aussicht auf die Stadt.

Auch an der Seine setzt das kanadische Hotelunternehmen mit seinem Konzept von Respekt vor der lokalen Kultur und außergewöhnlichem Service Akzente. Unweit des Prachtboulevards Champs Elysées gelegen bietet das Four Seasons Luxus für die ganze Familie, unter anderem auch Bademäntel in Kindergrößen.
www.fourseasons.com/paris
Das Park Hyatt Tokio beherbergt im 52. Stock die „New York Bar“, das Beste was Tokio zu bieten hat. Selbst Bill Murray und Scarlett Johannssen haben im Kino-Knüller „Lost in Translation“ von hier aus die beeindruckende Aussicht auf die Skyline Tokios genossen.
www.tokyo.park.hyatt.com
New York ist ein umkämpftes Pflaster auf dem Hotelmarkt – das hat dieses Jahr das Mandarin Oriental zu spüren bekommen. Trotz der spektakulären Aussicht auf die Skyline vom Big Apple musste das Mandarin drei Plätze einbüßen.
www.mandarinoriental.com/newyork
Bild: ScreenshotDer einzige Neuling unter den Top-Ten ist das Park Hyatt in Shanghai. Es punktet vor allem mit seinem zeitlosen und modernen Design. Mitten im pulsierenden Finanzzentrum von Shanghai gelegen bietet es seinen Gästen im hauseigenen Spa zahlreiche Wellnessanwendungen zum Entspannen.

Im vergangenen Jahr noch die Nummer eins landet die opulente Florenzer Niederlassung der kanadischen Hotelgruppe Four Seasons diesmal nur auf dem Bronzerank. Das in zwei Renaissance-Palästen untergebrachte Haus beeindruckt vor allem mit regionalen Spezialitäten: Sowohl Gourmetrestaurant als auch Spa setzen fest auf toskanische Produkte.
www.fourseasons.com/florence
Allein neun Restaurants und Bars beherbergt das Flaggschiff der private Hotelgruppe Peninsula unter seinem Dach. Um den Transport muss sich der Gast keine Sorgen machen: 14 Rolls-Royce stehen rund um die Uhr bereit. Für die ganz Eiligen gibt es sogar einen eigenen Helikopterservice auf dem Dach.
www.hongkong.peninsula.com
Die Goldmedaille der Stadthotels geht dieses Jahr an New Yorks höchstes Hotel, das Four Seasons. Der 52-stöckige Luxustempel besticht mit einer sensationellen Aussicht und monumentaler Architektur. Der Gast sollte allerdings einen etwas größeren Geldbeutel mitbrigen: Die Ty Warner Suite ist mit 400 Quadratmetern Wohnfläche und einem Preis von mehr als 20.000 Dollar pro Nacht selbst für New Yorker Verhältnisse beeindruckend. www.fourseasons.com/newyork
Den letzten freien Platz unter den Top-Ten sichert sich wie im letzten Jahr das Le Meurice in Paris. Wer vom Shoppen kommt, die Hände voll mit Tüten von Dior, Chanel oder Pierre Hermé kann sich im Le Meurice dezent zurückziehen, denn trotz zentraler Lage ist sein Zugang dezent gelegen.
Texte: Saskia Littmann
Als Hintergrund der Renovierungsarbeiten gilt der jüngst verwehrte Titel „Palasthotel“. Mit dieser Auszeichnung darf sich nur die Crème de la Crème der französischen Luxushotels schmücken. Außerdem haben in Paris in jüngster Zeit neue Nobelherbergen eröffnet. Sie sorgen für mehr Konkurrenz auf einem Markt, der Einnahmen von 10.000 Euro pro Nacht und Suite möglich macht.
Zu den Stammgästen des 1898 eröffneten „Ritz“ gehörten neben Popstars wie Madonna Schriftsteller, Modemacher und Adelige. Die französische Modeschöpferin Coco Chanel lebte dort jahrelang in einem Appartement. Ernest Hemingway, der häufig zu Gast war, ist eine Bar gewidmet.
Traurige Berühmtheit erlangte das Haus 1997. Mohamed Al Fayeds Sein Sohn Dodi starb damals zusammen mit Prinzessin Diana bei einem Autounfall. Die Todesfahrt begann ausgerechnet am „Ritz“.
Betroffen von den Renovierungsarbeiten sind neben den Stammgästen auch das Zwei-Sterne-Restaurant L'Espadon sowie die rund 500 Hotel-Mitarbeiter. Fast alle müssen sich zumindest vorübergehend um einen neuen Job bemühen.
Ein ähnliches Schicksal wartet auf die Beschäftigten des Luxushotels „Crillon“ am Place de la Concorde.
Auch dieses legendäre Pariser Haus soll von Herbst an ganz schließen, um durch eine Komplettrenovierung konkurrenzfähig zu bleiben.

























