Dienstleistung: Bertelsmann-Tochter Arvato mit glänzenden Zahlen

Dienstleistung: Bertelsmann-Tochter Arvato mit glänzenden Zahlen

von Thorsten Firlus-Emmrich und Peter Steinkirchner

Die Dienstleistungstochter Arvato des Bertelsmann-Konzerns hat 2010 ein glänzendes Ergebnis erreicht.

Gut zwei Wochen vor der Bilanzveröffentlichung von Bertelsmann deutet Arvato-Chef Rolf Buch an, dass die Geschäfte sehr gut laufen und die Belegschaft 2010 stark gewachsen ist. „Ja, wir wachsen sehr, sehr ordentlich. Die Geschwindigkeit hat im Verlauf des vergangenen halben Jahres spürbar zugelegt. Wir erleben so starke Zuwachsraten, wie wir sie in der Geschichte von Arvato selten hatten“, sagt Buch in der am Montag erscheinenden WirtschaftsWoche. Brancheninformationen zufolge soll Arvato 2010 die Fünf-Milliarden-Euro-Schwelle beim Umsatz übersprungen haben. Das wäre ein Plus von 300 Millionen Euro im Vergleich zu 2009.

Die Zahl der Mitarbeiter ist 2010 ebenfalls stark gestiegen, so Buch. „Wir haben aktuell 64.000 Mitarbeiter, mehr als je zuvor. Wenn sich unser Geschäft weiter so gut entwickelt, wird die Zahl Ende 2011 noch höher liegen.“ 2009 war die Mitarbeiterzahl wegen der Wirtschaftskrise auf 60.000 gesunken.

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Besonders stark ist Arvato im E-Commerce-Bereich. So wickelt Arvato weltweit für Google die Werbezahlungen ab und betreibt für Microsoft in vielen Ländern den Shop für die Spielekonsole Xbox. E-Commerce sei „eines unserer größten Wachstumsfelder überhaupt“, so Buch.

Tod der CD in zehn Jahren

Arvato geht von dem Ende der CD aus. „Bis etwa 2020 werden die Pressen sicher noch laufen. CDs als Nischenprodukt wird es noch länger geben, genau wie heute auch noch Vinyl-Schallplatten verkauft werden. Aber die CD-Produktion in großer Stückzahl steht perspektivisch vor dem Ende.“ sagt Buch der WirtschaftsWoche.

Die derzeit in Gütersloh mit der CD-Fertigung beschäftigten rund 300 Mitarbeiter sollen jedoch nicht um Ihren Job fürchten. „Wenn man mit entsprechendem Vorlauf die Weichen stellt, ist die Aufgabe zu lösen.“, sagt Buch. Die entfallenden Umsätze sollen durch andere Dienstleistungen rund um Ton und Bild kompensiert werden. Unsere integrierten Speichermediengeschäfte stehen für rund eine Milliarde Euro Umsatz von Arvato. So betreibe der Dienstleister unter anderem das Musikarchiv von Universal Music, dem größten Musikkonzern der Welt. Und statt Laster mit CDs in die Kaufhäuser zu schicken, solle Arvato künftig die Distribution auf Online-Plattformen übernehmen, wie es bereits bei einigen Betreibern der Fall ist. Durch Downloads stiege zudem die Zahl der Bezahlprozesse, die wiederum von Arvato als Dienstleistung angeboten wird.

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