Discounter: Nach Aldi drängt auch Lidl in die Schweiz

Discounter: Nach Aldi drängt auch Lidl in die Schweiz

Bild vergrößern

Lidl drängt auch in die Schweiz

Endlich drin: Nach Aldi Süd drängt nun auch Lidl in die Schweiz.

Lidl sollte draußen bleiben. Doch die Billig-Rambos aus Neckarsulm bei Heilbronn, die immer wieder wegen ihres rüden Umgangs mit Mitarbeitern anecken, blieben hartnäckig. Jetzt sind sie drin. Am Donnerstag legte das Billigimperium, das in mehr als 20 Ländern Europas über 8000 Filialen betreibt und auf einen Umsatz von 30 Milliarden Euro geschätzt wird, in der deutschsprachigen Schweiz mit 13 Läden los. Mehr als 70 weitere Standorte soll sich der Aldi-Konkurrent bereits gesichert haben. Mit den Vorbereitungen für den Markteintritt beschäftigt sich Lidl schon seit mehr als fünf Jahren. Die meisten Filialen, die nun in den Kantonen Aargau, Luzern, St. Gallen, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich eröffnet wurden, sind seit Monaten fertig und betriebsbereit.

Lidl betreibt großen Aufwand, zum Auftakt das Schweizerische herauszustreichen. Wie Landeschef Andreas Pohl sagt, stammen im Fleisch- und Geflügelbereich mehr als 90 Prozent des Angebots aus der Schweiz, und das sei mit dem Label Swiss-Garantie zertifiziert. Auch bei Obst und Gemüse und bei Molkereiprodukten sei der Anteil an heimischen Produkten hoch. Speziell für die Schweiz hat Lidl über zehn Eigenmarken entwickelt, die es in keiner anderen Lidl-Filiale in Europa gibt.

Anzeige

Günstiger Zeitpunkt für Lidl

Vor einigen Monaten sah das noch anders aus. Pohl hatte sich bei der Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) beklagt, er habe Schwierigkeiten, Schweizer Lieferanten zu finden. Grund: Die Handelsketten Coop und Migros, die den Schweizer Lebensmittelhandel dominieren, hätten Hersteller unter Druck gesetzt, den deutschen Eindringling nicht zu beliefern. Die Weko untersuchte die Vorwürfe und wird in den kommenden Tagen entscheiden, ob sie ein Verfahren gegen Coop und Migros einleitet. Sollten sich die Platzhirsche unzulässig verhalten haben, droht ihnen im schlimmsten Fall eine Buße von zehn Prozent der letzten drei Jahresumsätze.

Für Lidl ist der Zeitpunkt des Markteintritts günstig: Die schwache Konjunktur treibt die Kunden tendenziell zu billigen Anbietern. Dennoch könnte es für Lidl schwer werden, zumal Erzrivale Aldi bereits seit drei Jahren in der Schweiz etabliert ist. Aldi Süd hat nach einer vorsichtigen Startphase das Wachstumstempo erhöht. Am Tag des Lidl-Starts eröffnete auch Aldi eine Filiale: Nummer 96.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%