Discounter: Preiskrieg kostet Aldi fünf Prozent Umsatz

Discounter: Preiskrieg kostet Aldi fünf Prozent Umsatz

von Henryk Hielscher

Der Preiskampf im Lebensmittelhandel schlägt auf das Geschäft von Aldi durch – könnte sich langfristig aber trotzdem auszahlen.

Der Zuckerkrieg der deutschen Lebensmitteldiscounter begann am 22. Oktober, einem Donnerstag: Lidl senkte den Preis der Kilopackung Zucker von 85 auf 72 Cent und unterbot damit alle Wettbewerber – wenn auch nur kurz. Schon am Freitag reagierte Discountprimus Aldi auf die Kampfansage und drückte den Preis auf 65 Cent. Am Montag darauf zog Lidl nach, und die klassische Rollenverteilung im deutschen Lebensmittelhandel war wieder hergestellt: Im Kernsortiment diktiert nach wie vor Aldi die Preise – koste es, was es wolle.

Denn das Süßstoffscharmützel war Teil der elften Preissenkungswelle, die die Lebensmitteldiscounter in diesem Jahr losbrachen. Nach Berechnungen der Marktforschungsgesellschaft GfK, die jeden Monat Einkaufbons von 30.000 Konsumenten auswertet, schlagen die laut GfK „übertriebenen Preissenkungen“ inzwischen voll auf das Geschäft durch. So seien die Umsätze von Aldi seit Jahresbeginn um rund 4,7 Prozent gefallen. Im Oktober habe das Minus 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr betragen. Bei Lidl sackten die Umsätze im Oktober laut GfK dagegen nur um 0,9 Prozent und seit Jahresbeginn um 0,4 Prozent. Damit werde Aldi in diesem Jahr Marktanteile verlieren, erwarten die GfK-Experten.

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Langfristig könnte Aldi trotzdem profitieren. Während der Marktführer mit rund fünf Prozent Rendite als Ertragskönig im Discount gilt und somit reichlich Spielraum für die Preissenkungen hat, würden Händler wie die Discounter Norma und Penny, die Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann oder die Metro-Tochter Real unter Ertragsdruck geraten, heißt es in der Branche.

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