Discounter: Rewe plant Neuausrichtung von Penny

Discounter: Rewe plant Neuausrichtung von Penny

von Henryk Hielscher

Das wahre Ausmaß des Desasters offenbarte sich Rewe-Chef Alain Caparros jüngst beim Besuch in einer Filiale des Discountablegers Penny. Der Markt wirkte recht ordentlich, allein, es mangelte an Einkaufswagen.

Tags darauf begrüßte Caparros sein Führungsteam mit der rhetorischen Frage, ob es vielleicht einen Zusammenhang gebe zwischen der Verfügbarkeit von Einkaufswagen und der Entwicklung im Discountgeschäft. Denn die verlief im vergangenen Jahr alles andere als positiv: Penny verbuchte ein Minus in zweistelliger Millionenhöhe. Der Umsatz sackte um 1,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Nun stehen bei der Discounttochter tief greifende Umbauarbeiten an. Dabei könnte das bei Penny Italien erfolgreich eingeführte Ambiente-Konzept mit einem erweiterten Obst- und Gemüse-Sortiment in Teilen auf die deutschen Märkte übertragen werden. Bisher habe sich der Discounter zu stark auf das Thema Preis konzentriert und das eigene Profil verloren, heißt es in der Kölner Zentrale.

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Dort scheint inzwischen auch Konsens, dass erhebliche Einschnitte in das Filialnetz nötig sind. In einem ersten Schritt wurden dem Vernehmen nach bereits 100 der 2400 Penny-Läden überprüft. Mittelfristig dürften zahlreiche Penny-Läden auf Rewe umflaggen, zudem wird intern offenbar auch über die Schließung von Dutzenden Standorten diskutiert.

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