
Die Deutsche Post sieht sich nach einem Gewinnsprung im Jahr 2010 auch für die kommenden Jahre auf Wachstumskurs. Der Konzern will sich dabei unabhängiger von seiner Briefsparte machen, die unter der Konkurrenz von E-Mail und Internet leidet. Für 2011 rechnet Konzernchef Frank Appel mit einem operativen Gewinn (Ebit) von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro - dank erwarteten Zuwächsen im Express- und Logistikgeschäft deutlich mehr als noch 2010.
„In der Tat können wir mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden sein“, bilanzierte Appel. Erstmals lieferte das Logistik- und Expressgeschäft 2010 mehr operativen Gewinn als der traditionelle Ertragsbringer Brief. Dabei beflügelte das Wachstum des Welthandels die Post, andererseits konnte Appel die Früchte des in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Sparkurses ernten - der Konzern arbeitet profitabler und will zu Wettbewerbern wie UPS und Fedex aufschließen.
Bei einem Umsatz von 51,48 Milliarden Euro und einem Ebit vor Einmaleffekten von 2,2 habe die Post im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Überschuss von 2,5 Milliarden Euro erreicht. Im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 644 Millionen Euro in den Büchern - nun halfen auch positive Auswirkungen aus dem Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank dem Gewinn auf die Sprünge. Die Aktionäre sollen eine auf 0,65 (0,60) Euro gestiegene Dividende erhalten.
Im vierten Quartal erzielte die Post bei einem Umsatz von 13,87 Milliarden Euro einen Gewinn von 487 Millionen Euro. Dabei half der Post auch, dass die Kunden im Weihnachtsgeschäft viele Geschenke Online bestellten - und die Post diese dann auslieferte. Der Konzern übertraf mit seinen Zahlen die Erwartungen des Marktes deutlich. Von Reuters befragte Analysten hatten für Oktober bis Dezember bei einem Umsatz von 13,5 Milliarden Euro einen Überschuss von 311 Millionen Euro erwartet.
Auch Konkurrenten der Post sehen optimistisch auf 2011. Wettbewerber UPS erwartet 2011 dank des boomenden Welthandels einen Rekordgewinn.













