Dividendeneinnahmen: Familie Quandt kassiert 365 Millionen Euro

Dividendeneinnahmen: Familie Quandt kassiert 365 Millionen Euro

von Henryk Hielscher

Die Großaktionäre von BMW lassen mit ihren Dividendeneinnahmen die deutsche Aktienprominenz weit hinter sich.

Freitag, der 13. Mai, dürfte für die Industriellenfamilie Quandt in diesem Jahr ein Glückstag gewesen sein. Schätzungsweise rund 365 Millionen Euro flossen am Tag nach der Hauptversammlung des Autobauers BMW, bei dem die Quandts zusammen rund 46,7 Prozent der Anteile halten, auf die Konten der Familie. Interfamiliärer Spitzenreiter ist Stefan Quandt, dem aus seinem Aktienpaket allein rund 136 Millionen Euro Bruttodividende zustehen. Doch auch Mutter Johanna (130,7 Millionen Euro) und Schwester Susanne Klatten (98,6 Millionen Euro) mussten nicht darben.

Das Quandt-Trio führt damit die Liga der deutschen Ausschüttungsmillionäre an und rangiert in diesem Jahr weit vor traditionellen Dividenden-Großverdienern wie den mehr als 200 Nachfahren des Siemens-Gründers Werner von Siemens (141 Millionen Euro) oder den 111 Mitgliedern der Persil-Dynastie Henkel (97 Millionen Euro), zumal interne Verteilungsmechanismen die Einzelerträge mitunter noch zusätzlich schmälern.

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Die diesjährige Ausschüttungssaison hinterließ indes auch auf den Konten weniger verzweigter Unternehmerclans goldene Spuren. Denn diesmal hat so ziemlich alles gestimmt, um Aktionäre üppig zu bescheren. Die Wirtschaft floriert, die Unternehmen glänzen mit guten Zahlen, die Aktienprominenz kassiert. So wird die familieneigene Vermögensverwaltung von Autoverleiher Erich Sixt schätzungsweise 12,69 Millionen Euro vereinnahmen. Brillenveteran Günther Fielmann dürften im Juli direkt 37 Millionen Euro zufließen, einschließlich aller familiären Beteiligungen und Stiftungen steigt der Betrag gar auf rund 71,5 Millionen Euro. Die Versandhandelsdynastie Otto dürfte mit rund 8,5 Millionen Euro von ihrem 15-Prozent-Anteil am Shoppingcenterbetreiber Deutsche Euroshop profitieren. Selbst dem schlagzeilengeschundenen Finanzzampano Carsten Maschmeyer fließt Ende Juli etwas Trost zu: umgerechnet rund 7 Millionen Euro aus einer familiären Beteiligung am Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life.

Erfreulich verlief das Dividendenjahr bereits für Metro-Pionier Otto Beisheim, Internet-Unternehmer Ralph Dommermuth (United Internet), Modemann Gerhard „Gerry“ Weber, Verlegerwitwe Friede Springer sowie für das Softwaretrio Hasso Plattner, Klaus Tschira und Dietmar Hopp (SAP) – sie alle verbuchten Ausschüttungen in zweistelliger Millionenhöhe.

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