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Dresdner Bank: Hoffen auf mehr Wachstum und Effizienz

von wiw/rtr

Die Dresdner Bank will über Wachstum und Kostensenkungen im laufenden Jahr profitabler werden. Damit reagiert die Bank auf den wachsenden Druck der Konzernmutter Allianz. „Selbstverständlich bleibt die Kosteneffizienz auch in 2006 für uns ein zentrales Thema“, sagte Dresdner-Chef Herbert Walter heute auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt.

Das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen, das sich im vergangenen Jahr auf 88,9 (2004: 85,2) Prozent verschlechterte, sei verbesserungswürdig. Die Investmentbank-Tochter DrKW gleiche zudem einem „eher mittelmäßig ausgelasteten Hotel“. Einen Stellenabbau schloss Walter nicht aus. Sollte es hierzu kommen, dürften wohl eher Zentralfunktionen betroffen sein. Zugleich warnte er vor Horrorszenarien: „Wir werden das Wort „Abbau' in Zukunft nicht mehr so häufig verwenden können.“ Im vergangenen Jahr hatte die Bank mit einer Nettorendite von neun (2004: 4,3) Prozent ihr Ziel erreicht, die Kosten auf das eingesetzte Kapital zu verdienen. Allerdings war der Gewinn durch den Verkauf zahlreicher Beteiligungen aufgebläht, hinzu kam eine außergewöhnlich niedrige Risikovorsorge. Um Sondererträge bereinigt hätte die Bank lediglich 5,0 (0,7) Prozent Rendite erzielt. Internationale Konkurrenten kommen heute häufig auf das Dreifache oder mehr. Walter bekräftigte, bis 2008 auf zwölf Prozent Netto-Rendite kommen zu wollen. Fünf Jahre nach der Übernahme der Dresdner durch die Allianz für 24 Milliarden Euro hinkt das Geldhaus nach wie vor den anderen Bereichen des Finanzkonzerns hinterher. Vergangene Woche hatte die Allianz-Spitze gerügt, bei der Bank sei die Senkung der Kosten ins Stocken geraten. Dabei waren die Anstrengungen der vergangenen Jahre enorm: Der Verwaltungsaufwand hatte noch 2001 bei knapp acht Milliarden Euro gelegen, 2005 waren es 5,3 Milliarden Euro. In den vergangenen vier Jahren haben die Frankfurter 11.000 Stellen gestrichen. Zuletzt arbeiteten noch knapp 28.800 Mitarbeiter bei dem Institut. Dennoch hatte es vor einigen Monaten Berichte über den bevorstehenden Abbau von weiteren 2000 bis 3000 Beschäftigten gegeben. Dresdner-Finanzchef Klaus Rosenfeld kündigte für 2006 einen Ertragsanstieg auf rund 6,6 (2005: bereinigt 6,1) Milliarden Euro an. „Das ist ambitioniert, aber erreichbar“, sagte er. Der operative Gewinn im Bankgeschäft soll auf 1,3 (0,85) Milliarden Euro klettern. „Jetzt geht es wieder auf Wachstumsreise“, sagte Walter. Kritik übte er allerdings am Abschneiden der Investmentbank-Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW), die 2005 einen operativen Gewinnrückgang verbuchte. Die Sparte, über deren Verkauf mehrfach spekuliert worden war, soll nun unter dem früheren HVB-Banker Stefan Jentzsch mit dem Firmenkundengeschäft gebündelt werden. Details nannte Walter hierzu nicht, bekräftigte aber sein Festhalten an beiden Teilbereichen. „Das Corporate und Investmentbanking ist ein integraler Bestandteil der Dresdner Bank“, sagte er.

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