Drogeriekette: Schlecker beginnt großangelegtem Filialumbau

Drogeriekette: Schlecker beginnt großangelegtem Filialumbau

von Henryk Hielscher

Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker will in diesem Jahr "mehrere Hundert Läden" auf ein neues Filialkonzept umstellen.

Das kündigten die Kinder von Unternehmensgründer Anton Schlecker, Lars und Meike, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an. "Wenn wir merken, dass unser neues Konzept einschlägt, geben wir Vollgas bei der Umstellung", sagte Lars Schlecker. "Dann sind in den kommenden Jahren auch jeweils 1000 bis 1500 Läden möglich". Das Unternehmen will mit breiteren Gängen, mehr Licht und einem neuen Orientierungssystem bei den Verbrauchern punkten. "Unsere Läden wirkten ein wenig angestaubt, das ändern wir jetzt", sagte Meike Schlecker dem Magazin. "Die Filialen werden heller, freundlicher und übersichtlicher." Ziel sei es, "wieder zu einem echten Nahversorger zu werden" und "mehr jüngere Kunden" zu gewinnen. Das Sortiment werde dabei stärker an die Nachfrage in der direkten Umgebung der Filialen angepasst, zudem soll der Umsatzanteil der Schlecker-Eigenmarken von derzeit 17 Prozent auf mittelfristig 25 bis 30 Prozent steigen. Insgesamt will der Konzern rund 230 Millionen Euro in den Umbauprozess investieren.

Bereits am kommenden Donnerstag (10. Februar) wird die erste Pilotfiliale im schwäbischen Allmendingen eröffnet, fünf weitere Filialen in Süddeutschland sollen bis zum Ende des Monats folgen, bis Juni werde die Zahl auf bundesweit 60 Standorte steigen. "Danach wird feinjustiert und die Schlagzahl erhöht", so Lars Schlecker. "Wir bauen auf jeden Fall mehrere Hundert Läden in diesem Jahr um. Parallel dazu werden wir aber auch weiterhin Läden schließen, für die wir keine Perspektive sehen."

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Schon in den vergangenen Jahren hatte der Konzern Hunderte kleinerer Filialen dichtgemacht. Schlecker kämpft mit Verlusten, der Umsatz sank europaweit auf zuletzt rund 6,55 Milliarden Euro (2010), während die Wettbewerber dm und Rossmann zulegen konnten. Eine sich anbahnende Ablösung von Schlecker als Marktführer in Deutschland sieht Meike Schlecker gelassen: "Wenn wir in der Restrukturierungsphase ein Jahr hinter dm zurück fallen, tut uns das auch nicht weh. Man liegt im Spiel auch mal 1:0 hinten. Gucken wir mal, wie es ausgeht". Auch ihr Bruder ist optimistisch, dass die Restrukturierungsphase bereits im kommenden Jahr vorüber ist: "2012 melden wir uns zurück - mit steigenden Umsätzen und Filialzahlen", sagte Lars Schlecker der WirtschaftsWoche.

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