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E-Mobilität: Autoindustrie drängt Merkel zu Kaufprämie für Elektroautos

von Martin Seiwert

Im Streit um staatliche Kaufanreize für Elektroautos erhöht die deutsche Automobilindustrie den Druck auf die Bundesregierung. Daimler-Chef Zetsche droht sogar mit einer Abwanderung der Elektroauto-Technologie.

Auf absehbare Zeit reiche „weder die Kauflust noch die Kaufkraft der Kunden“, um die hohen Kosten der Elektroautos zu decken " , sagt e Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche der WirtschaftsWoche . „Wenn eine Regierung sagt, aus nationalem Interesse wollen wir in diesem Feld eine führende Rolle spielen“, so Zetsche, „dann müssen die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass sich das auch so entwickeln kann. Und das geht nicht ohne Kaufprämien.“

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Zetsche attackiert gleichzeitig die hohe Förderung der Solarenergie in Deutschland. Die staatliche Förderung von Elektroautos sei, so Zetsche, „sicherlich relevanter für Deutschland als die Windräder oder als die Sonnendächer, die alle in China produziert werden“. Der Daimler-Chef droht sogar mit einer Abwanderung der Elektroauto-Technologie, sollte es keine ausreichende Förderung geben: „Wenn Deutschland sagt, wir verzichten, die Industrie kann sich Märkte woanders suchen, okay, dann werden wir es tun.“

In gleicher Richtung äußerte Autoverbandschef Matthias Wissman. Gegenüber der WirtschaftsWoche forderte er unter anderem „steuerliche Vergünstigungen oder Abschreibungsimpulse, etwa bei Firmenwagen“ ab 2012 vor, um den Absatz von Elektroautos zu steigern.Bei den Kaufprämien, wie sie in anderen europäischen Ländern vom Staat gezahlt werden, fordert Wissmann eine Harmonisierung innerhalb Europas: „Die Bundesregierung sollte sich mit den europäischen Nachbarn auf gemeinsame Bedingungen verständigen. Es hätte ja keinen Sinn, wenn die deutschen Hersteller ihre Elektroautos vor allem dort verkaufen würden, wo die Kaufanreize am höchsten sind. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie dies verhindert und entsprechende Gespräche aufnimmt.“

In Italien wird der Kauf eines Elektroautos derzeit mit rund 8000 Euro und in Frankreich mit 5000 Euro gefördert. Wissman sagte, er erwarte, dass es bei der Elektroauto-Förderung 2011 "seitens der Politik Entscheidungen gebe. "Viel Zeit", so Wissmann, "haben wir nicht, bereits ab den Jahren 2013, 2014 läuft der Markt richtig an.“

24 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 13.08.2011, 15:02 UhrAnonymer Benutzer: Ernst Schuber

    Unternehmen, die Milliarden verdienen, Spritfresser par excellence in ihrem Programm haben und mit unrealistisch niedrigen Verbrauchswerten jonglieren, sollten keine Subventionen in irgendeiner Art und Weise bekommen.

  • 14.02.2011, 13:28 UhrAnonymer Benutzer: Typisch

    Erst versäumen es die meisten Autohersteller wie z.b. VW Konzern und Mercedes an einem bezahlbaren vernünftigen Elektroauto wie den bMW Megacity Vehicle zu entwicklen und dann schreien sie nach Staatlichen hilfen.
    Lächerlich wie z.b. Audi momentan natürlich ausgerechnet in München einen Elektroauto versucht startet und dafür vom Staat noch Geld kassiert, mit Technologie die bereits vor 2-3 Jahren mit dem Mini schon Weltweit unterwegs war.

  • 07.02.2011, 13:34 UhrAnonymer Benutzer: C. Herrmann

    Wir haben den Artikel aufgegriffen - vielen DAnk dafür - http://www.oekomotive.net/index.php/magazin/artikel/232

    @Knack2 - bitte beachten Sie, dass die Materie doch etwas differenzierter zu betrachten ist. Viellicht hilft ihnen diese Sicht: http://www.oekomotive.net/index.php/magazin/artikel/227

    Viele Grüße CH

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