EADS: Airbus hat erneut Probleme mit A380-Auslieferung

EADS: Airbus hat erneut Probleme mit A380-Auslieferung

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Airbus verkauft die deutschen Werke doch nicht

Airbus bekommt die Probleme beim Superjumbo A380 nicht in den Griff: Der Flugzeugbauer braucht für die Produktion des größten Passagierflugzeugs A380 länger als geplant. In diesem Jahr werden nur zwölf statt der geplanten 13 Maschinen ausgeliefert. Ob Airbus an seine A380-Kunden Pönalen zahlen muss, ist noch unklar.

Wie Airbus heute einräumte, dauert das Hochfahren der Serienproduktion länger und braucht mehr Ressourcen als erwartet. Deshalb werden auch im nächsten Jahr 21 statt der 25 geplanten A380 ausgeliefert. Die finanziellen Folgen der erneuten Verzögerungen hingen von Gesprächen mit den betroffenen Kunden ab und von einer genauen Analyse der Auswirkungen auf den Auslieferungsplan ab 2010, hieß es. Sie ließen sich deshalb noch nicht beziffern.

Vor einer Woche hatte Airbus-Chef Tom Enders eingeräumt, die Komplexität des Flugzeugs unterschätzt zu haben. In einem Brief an die Kunden hatte er vor weiteren Verzögerungen bei der Auslieferung kommen könnte. Wegen Problemen mit der Software beim Einbau der umfangreichen Verkabelung hatte Airbus die Auslieferung des A380 bereits mehrfach verschoben. Der erste wurde mit fast zweijähriger Verspätung erst im Oktober 2007 an Singapore Airlines ausgeliefert.

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Inzwischen wurden vier der doppelstöckigen Maschinen an Kunden übergeben. Die Kabel der ersten 25 Flugzeuge - der „ersten Welle“ - wurden mühsam per Hand eingebaut. Ab der Nummer 26 soll das in der zweiten Welle automatisch gehen. Derzeit sind nach Angaben von Airbus 17 A380-Flugzeuge in verschiedenen Produktionsstadien, die meisten davon bei der Verkabelung und bei Systemtests. Die meisten Flugzeuge, die 2008 an die Kunden gehen sollen, seien bereits geflogen.

Die Verzögerungen beim A380 haben Airbus und seine Muttergesellschaft EADS bereits Milliarden gekostet und ein Sparprogramm zur Folge. Auch dabei musste Airbus Rückschläge einstecken. Die geplanten Werksverkäufe an Zulieferer zur Abwälzung von Kosten scheiterten in Deutschland und in Frankreich. Der Markt reagierte gelassen auf die erneuten Verzögerungen. Die EADS-Aktie gab in Frankfurt um ein Prozent auf 15,59 Euro und in Paris, dem Haupthandelsplatz des Papiers, um 0,8 Prozent auf 15,62 Euro nach. EADS will morgen Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen.

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