EADS: Airbus-Werksverkäufe sind gescheitert

EADS: Airbus-Werksverkäufe sind gescheitert

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Die Verhandlungen über den Verkauf der Airbus- und EADS-Werke in Varel, Nordenham (Foto) und Augsburg sind gescheitert

Die Verkaufsverhandlungen über drei Airbus-Werke sind gescheitert. Trotz intensiver Gespräche wurde keine akzeptable Lösung gefunden. Unterdessen hat EADS indirekt einen britischen Tankflugzeug-Auftrag bestätigt.

Die Verhandlungen über den Verkauf der Airbus- und EADS-Werke in Varel, Nordenham und Augsburg mit rund 6800 Beschäftigten sind gescheitert. Dies bestätigte heute ein EADS-Sprecher und das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB Technology. Trotz intensiver Verhandlungen sei keine „akzeptable industrielle und finanzielle Lösung gefunden worden“, sagte ein EADS-Sprecher. Auch der starke Euro habe den Verkaufsprozess für die Werke erschwert.

OHB wollte zunächst keine näheren Angaben machen und bestätigte nur das Scheitern der Gespräche. Die Verhandlungen waren mit dem US-Finanzinvestor Cerberus gemeinsam mit der Bremer OHB geführt worden. Noch Mitte März hatte der Vorstandsvorsitzende des Bremer Unternehmens Marco R. Fuchs von sehr konstruktiven Verhandlungen und guten Fortschritten gesprochen. In den vergangenen Tagen war jedoch immer über ein Scheitern der Gespräche spekuliert worden.

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Medienberichten zufolge sollen die Werke bei einem Scheitern der Verkaufsgespräche in einen neuen europäischen Konzern unter dem Dach der Airbus-Mutter EADS eingebracht werden. Dann könnten Investoren für eine Beteiligung gesucht werden. Airbus halte jedoch grundsätzlich an der Absicht fest, die Werke zu verkaufen. Es könnten sich aber Zeitplan und Modell ändern.

Unterdessen hat der Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS indirekt einen milliardenschweren Auftrag des britischen Militärs für Tankflugzeuge bestätigt. Louis Gallois sagte der französischen Zeitung „Le Figaro“, es sei ein weiterer Sieg über den US-Rivalen Boeing. „Es zeigt erneut die Qualität unseres Produkts, das fünf Wettbewerbe in Folge gewonnen hat, einschließlich in den USA“, sagte er. „Wir sind sehr stolz.“

Die offizielle Ankündigung soll noch heute erfolgen. Bislang haben Australien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und die USA Tankflugzeuge bei Airbus bestellt. Die Royal Air Force hatte 2005 das aus verschiedenen europäischen Firmen bestehende Konsortium AirTanker beauftragt, Airbusse des Typs A330 zu kaufen und dann an das Verteidigungsministerium zu vermieten. Die Finanzierung des bis zu 26 Milliarden Dollar teuren Projekts geriet anschließend aber ins Stocken. Zu AirTanker gehören unter anderem die Airbus-Mutter EADS, der französische Rüstungskonzern Thales und der Triebwerkshersteller Rolls Royce.

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