
„Die Arbeit ist im Alltag nicht so umfangreich, dass er sie nicht noch eine Weile weiter machen kann“, hieß es in Pariser Konzernkreisen. Zwar fordere Grubes künftige Arbeit als Chef der Deutschen Bahn mehr Aufmerksamkeit als sein bisheriger Job als Strategievorstand des Autoherstellers Daimler, doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger Manfred Bischoff - der bis vor zwei Jahren dem EADS-Verwaltungsrat vorstand - musste Grube in jüngerer Zeit viel weniger Zeit für die Vertretung deutscher Interessen in den ständigen Grabenkämpfen mit den französischen Aktionären des Luftfahrtkonzerns verwenden. „Da ist die wilde Zeit vorerst vorbei“, heißt es in den Kreisen.
Schwierige Suche eines Nachfolgers
Außerdem bleibt so der Bundesregierung die schwierige Suche nach einem neuen Verwaltungsratschefs vorerst erspart.
Nach jahrelangen Machtkämpfen zwischen dem französischen Staat als größtem Aktionär und der Bundesregierung als größtem Auftraggeber der EADS hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sárkozy darauf geeinigt, dass der Verwaltungsrats von einem Deutschen geleitet wird, während der Franzose Louis Gallois Vorstandsvorsitzender und der Deutsche Thomas Enders Chef der wichtigsten Konzerntochter Airbus wurde. „Das Paket jetzt im Jahr der Bundestagswahl neu aufzuschnüren, wäre sehr kompliziert“, heißt es in den Kreisen.























