Edeka: "Da ist ein immenses Droh- und Einschüchterungspotenzial"

Edeka: "Da ist ein immenses Droh- und Einschüchterungspotenzial"

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Edeka ist auch bei den Markenherstellern in der Kritik

Der Markenverband hatte die Ermittlungen angestoßen, die zur Durchsuchung bei Edeka geführt haben. Hauptgeschäftsführer Christoph Kannengießer spricht über das Kartellverfahren gegen Edeka und die Position des Lebensmittelhändlers in Deutschland.

Am vergangenen Mittwoch wurde die Edeka-Zentrale vom Bundeskartellamt durchsucht. Der Markenverband hatte die Ermittlungen angestoßen. Warum?

Mit der Übernahme von rund 2300 Filialen des Discounters Plus hat Edeka die Position als mächtigster Lebensmittelhändler in Deutschland ausgebaut. Das bekommen die Lieferanten zu spüren: Edeka fordert längere Zahlungsziele und bessere Konditionen  - und das ohne adäquate Gegenleistungen.

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Es wird ja keiner gezwungen, mit Edeka zusammen zu arbeiten.

De facto schon. Für die meisten Konsumgüterhersteller ist Edeka nicht ersetzbarer Partner im Zugang zu mehr als einem Viertel  der Verbraucher. Da ist ein immenses Droh- und Einschüchterungspotenzial vorhanden.

Edeka-Chef Markus Mosa hält ihre Vorwürfe für ein „routinemäßiges Stöhnen“ der Industrie, das nach jeder Übernahme im Handel zu vernehmen sei.

Die Durchsuchung des Kartellamtes zeigt, dass die Vorgänge bei Edeka alles andere als Routine sind. Vor diesem Hintergrund bringt die Hausdurchsuchung die Edeka-Spitze und andere nachfragemächtige Konzerne nun hoffentlich zum Nachdenken, wie sie mit ihren Geschäftspartnern in Zukunft umgehen wollen. Gesprächsangebote wurden von der Edeka-Spitze bisher leider weitgehend abgeblockt .

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