Kommentare zu: Bäcker-Revolte: Aldi-Brötchen vor Gericht

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12 Kommentare
  • 20.07.2010, 17:39 UhrAnonymer Benutzer: Familienvater

    Unser Aldi im Landkreis wird täglich von einem bäcker beliefert, der zig eigene Filialen hat. Mit dem Unterschied, dass ein Kartoffelbrot bei Aldi 1,29 Euro und in seiner eigenen Filiale das gleiche brot 1,99 Euro kostet. Geschmacklich und optisch absolut identisch. Und da ich kein Samariter bin, muss ich angesichts dieser Preisdifferenz nicht lange überlegen, da es sich um das gleiche nur günstigere Produkt handelt.

    Ein zusätzliches Entscheidungskriterium kommt noch dazu: in den backstuben spreche ich vielen Mitarbeitern jegliches hygienische Grundverständnis ab (trifft aber auch auf viele Metzgereien zu):
    Täglich maschieren hunderte von Kunden rein und legen Geldscheine und Kleingeld auf den Tisch - welches dann von den Verkäuferinnen gezählt wird. Anschließend werden die in der Vitrine liegenden brötchen wieder schön drapiert und jede breze einzeln in meine Tüte gesteckt - um diese leichter vom Tütenstapel zu bekommen, hat sich die Mitarbeiterin natürlich noch eben über den Zeigefinger geleckt. bin auch schon in bäckereien gekommen, in der am Nachmittag um 16:30 kaum noch etwas los war - die brötchen standen in Körben am boden, während die Verkäuferin gerade den Mop auswringt. "Was darf`s sein ?" Nichts - vielen Dank! Mein Tip an die Kunden: Einfach mal die Augen aufmachen - da sieht man vieles das einem den Appetit verdirbt - dann doch lieber sauber abgepackte Ware. Mein Tip an die bäcker: Zangen verwenden und sauberes Personal ohne fettige Haare und Ringe einstellen. bodenreinigung, blumen zurechtschneiden etc. erst wenn keine Kunden mehr kommen.

  • 20.07.2010, 17:46 UhrAnonymer Benutzer: Bäckerbursche

    Wird Zeit, daß das urdeutsche innungswesen abgeschafft wird. Die Menschen sollten selbständig entscheiden, was sie wo kaufen. Und da sich Qualität durchsetzen wird und sich mglw. manche Menschen bewußt gegen den Kauf beim bäcker entscheiden, sollten wir es jedem selbst überlassen. Semantische Spitzfindigkeit - wie niedlich "Verkleisterung des Mehls" - zeigt, wie krank das System ist.

  • 20.07.2010, 17:46 UhrAnonymer Benutzer: Bäckerbursche

    Wird Zeit, daß das urdeutsche innungswesen abgeschafft wird. Die Menschen sollten selbständig entscheiden, was sie wo kaufen. Und da sich Qualität durchsetzen wird und sich mglw. manche Menschen bewußt gegen den Kauf beim bäcker entscheiden, sollten wir es jedem selbst überlassen. Semantische Spitzfindigkeit - wie niedlich "Verkleisterung des Mehls" - zeigt, wie krank das System ist.

  • 20.07.2010, 21:33 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Die Preisunterschiede sind ja enorm. Ein Aldi-brötchen im Viererpack kostet 0,34 EUR (Ja, ViER Stück). Schmecken soll's auch ganz OK (s. hier Erfahrungsbericht http://www.ciao.de/baguette_brotchen_Aldi_Sud__Test_2279791 ).
    ich habe schon seit Jahren (spätestens seit der Teuro-Einführung) das Gefühl, dass becker ordentlich an den Preisen geschraubt haben. So nicht, meine Freunde - dann gehen wir eben zum Aldi. Lieber vier bagettbrötchen für 34 Cent als ein brot für 4 Euro (und mehr).

  • 21.07.2010, 01:55 UhrAnonymer Benutzer: Der Enttäuschte Kunde

    Mmh, ich begreife eines nicht: Wie kann es sein, dass die brötchen und v.a. (ich bin Schwabe) brezeln bei Shell und Co an der Tanke besser schmecken, als die, welche der bäcker gebacken, gebräunt, geklont oder sonstwie hergestellt hat ?? Über Aldi kann ich noch nicht urteilen.

    Wie kann es passieren, dass ich eine frische Laugenbrezel samstag morgens beim bäcker kaufe und die schmeckt, als ob sie schon seit Donnerstag in der Auslage liegt ?? Da fühle ich mich verarscht, v.a. wenn ich dann auch noch darüber aufgeklärt werde, was alles schief gelaufen sein kann und welche unüberwindlichen Schwierigkeiten es darstellt, am Samstag morgen um 8 eine wohlschmeckende brezel zu kreieren. Also ich würde das ohne Probleme schaffen. Shell kann das auch. Nur der bäcker kann es nicht (mehr). Kein Wunder, dass ein Discounter namens Aldi oder eine Tankstellenkette Namens Shell den bäckern den Schneid abkaufen.

    Vielleicht sollten künftig die bäcker sich auf das Verkaufen von benzin und die Tankstellen sich auf das backen von brötchen konzentrieren.

    Wenn alles richtig laufen würde, dann hätten doch wohl Tankstellen und Discounter gegenüber bäckern zumindest bei Geschmack und Qualität keine Chance, oder ??

    Grüßle

  • 21.07.2010, 10:04 UhrAnonymer Benutzer: Belgier

    backwaren in Deutschland schmecken eh nach gar nix.. Wenig Auswahl und wenig Geschmack. Ob jetzt beim bäcker oder im Supermarkt..
    Probiert mal backwaren aus belgien ! Geht da mal in eine bäckerei rein, da läuft der Sabber automatisch und man würde am liebsten alles probieren. Von den "Pistolets" über das dünn geschnittene frische Weissbrot bis zum "Cramique". DAS sind backwaren! Und nicht das eklige deutsche Sauerteigbrot aus der Fabrik.. igitt igitt. in Frankreich ist es auch ziemlich lau mit den backwaren.. Ausser baguettes und croissants haben die nicht allzuviel zu bieten.. Das sind eben meine Erfahrungen.. Diese möchte ich aber niemandem aufzwingen. Jedem sein Geschmack ! Dem die brötchen im Aldi schmecken, warum sollte er sie dort nicht kaufen ?

  • 21.07.2010, 12:24 UhrAnonymer Benutzer: Wer im Glashaus sitzt...

    ... Sollte nicht mit Steinen werfen. Leider haben viel zu viele Großbäcker mit Teiglingen bereits den Geschmack 'weggebacken'. Wenn un Aldi kommt, gleiches macht nur eben zu günstigeren Preisen darf man sich nicht wundern, dass die Kunden fern bleiben. Der Kunde schmeckt durchaus den Unterschied zwischen dem bäcker mit eigener backstube und Teiglingen.... Wenn es aber zwischen Teigling und Teigling einen großen Preisunterschied gibt, dann sollte sich der Großbäcker nicht über Umsatzrückgänge zugunsten von Aldi wundern...

    Und als Roggeallergiker kann ich auch erster Hand berichten: Kaum ein bäcker bietet Dinkelvollkornbrot mit 90%+ Dinkel! in der Regel bekommt man das ausschließlich bei reinen biobäckern mit kleinen backstuben ohne Rohlinge... Also auch hier Leber bäckerverband: Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, sondern lieber mal mit Qualität gegenhalten und nicht das dicke Geschäft mit Rohlingen machen und sich wie ein trotziger Junge verhalten, wenn Aldi es genauso macht...

  • 21.07.2010, 14:27 UhrAnonymer Benutzer: Oberbayer

    Wenn ich mir hier die Auslagen unserer örtlichen bäckereien im Sommer und Herbst ansehe, dann ziehe ich die Semmeln und brote vom Discounter eindeutig vor. im Sommer wimmelt es häufig vor Stubenfliegen und im Spätsommer / Herbst holen sich die gelb-schwarz-gestreiften Stechgesellen ihren Anteil an Zucker etc. - wenn man mal beobachtet, wie diese Viecher minutenlang auf dem Gebäck "rumrüsseln", dem kann echt der Appetit vergehen - beim Discounter habe ich sowas verpackungsbedingt noch nie gesehen. ich würde gerne mal die Reaktion der Kunden sehen, wenn in der Wursttheke des Supermarktes die Fliegen rumsurren....... in bäckereien nimmt der Kunde das als Selbstverständlich hin. Nach ladenschluss hauen die Fliegen dann zum benachbarten bauernhof und dem Misthaufen ab - brötchen gibt es morgen wieder.... Also ich zieh den Disounter und die dortigen Hygienekonzepte vor !

  • 28.07.2010, 18:41 UhrAnonymer Benutzer: netwriter

    Der Artikel ist gut geschrieben. Tatsächlich ist die Filialkultur der bäcker nahe an der industriebackkultur. An einem zentralen Ort werden die Teiglinge vorbereitet, schockgfrostet und dann in die Filialen zum Fertigbacken geliefert.

    Dann gibt es aber auch noch das sog. Unterbruch-backverfahren, bei dem z.b. brot solange im Ofen angebacken wird, bis die Stärke verkleistert (ca. 20 Min.). Diese brote werden dann ebenfalls zum Fertigbacken in die Filialen transportiert oder aber über nacht bei ca. 80% Lufttfeuchtigkeit gelagert und im großen Netzbandofen der bäckerei zu Ende gebacken. Und jetzt die Gretchenfrage: Wo liegt der Unterschied? ist das jetzt ein frisch gebackenes brot nur weil es vom bäcker kommt?

    Teiglinge, die der "bäcker" direkt bei der Rohstoffindustrie, wie z.b. dem Hersteller von Spezial-backmargarinen und backkrems beziehen kann, werden aufgetaut und dann gebacken. Das Endprodukt ist speziell bei normalen und Schokocroissants leicht zu erkennen: Ein großvolumiges, pappiges Endprodukt, das mit einem guten echten Croissant rein garnichts zu tun hat. Die Schokocroissants haben meist zwei Schokosticks eingelegt. Kennt man ja bestimmt. Was hat das noch mit backhandwerk, ja backkunst zu tun?

    Wir kaufen unsere brötchen mittlerweile konsequent beim Discounter, seit bei uns der letzte eigenständige bäcker dicht gemacht hat und in dessen Laden auch wieder ein Filialist eingezogen ist. Denn ich habe mittlerweile resigniert. Als gelernter bäcker und Konditor (nicht mehr in Ausübung des berufs) habe ich noch gute Qualität bei brot und brötchen kennengelernt. Wie im Artikel beschrieben, die bäckereiprodukte sind beliebig und austauschbar. Ein brötchen ist so miserabel wie das andere.

    Und wenn die Unterschiede zum Discounterbrötchen nur marginal sind, warum soll ich dann an die 30 ct. für ein brötchen bezahlen, wenn ich die nahezu selbe Qualität beim Discounter für 15 ct. bekomme?

  • 02.03.2011, 09:44 UhrAnonymer Benutzer: sergey miller

    lecka aber ich brauche zutaten von brötchen für die schule aber heute

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