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Einzelhandel: Discounter setzen ihre Talfahrt fort

von Henryk Hielscher

Für die Billiganbieter beginnt das neue Jahr, wie das alte geendet hat: desaströs. Vor allem Discountprimus Aldi verliert weiter Umsatz.

Die klirrende Januar-Kälte sorgte für Durst: Die Nachfrage nach braunem Rum, dem traditionellen Grundstoff für einen steifen Grog, sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent nach oben geschnellt, berichten die Konsumspezialisten der Nürnberger Marktforschungsgesellschaft GfK, die jeden Monat Einkaufsbons von 30.000 Konsumenten auswerten.

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Die Gesamtbilanz der Experten für den Einzelhandel fällt indes frostiger aus: Im Januar gaben die Bundesbürger 4,9 Prozent weniger im Lebensmitteleinzelhandel aus als noch vor einem Jahr. Verantwortlich dafür seien Kalender- und Preiseffekte schreiben die GfK-Experten Wolfgang Twardawa und Wolfgang Adlwarth. Doch ihre Detailauswertung überrascht: Danach sind vor allem die klassischen Supermärkte wie Rewe und Edeka gut ins Jahr gestartet. Sie verbuchten zwar Umsatzrückgänge von 2,3 Prozent. Ohne Kalender- und Preiseffekte ergäbe sich laut GfK aber ein Plus von fast drei Prozent für das Segment.

Die Lebensmitteldiscounter verzeichnen dagegen einen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent im Januar. Damit setzt sich die Talfahrt aus dem Vorjahr fort. Das Billigsegment konnte 2009 erstmals keine zusätzlichen Marktanteile gewinnen.

Besonders schlecht scheinen derzeit die Geschäfte bei Discountprimus Aldi zu laufen: Um 6,6 Prozent sackten die Erlöse im Januar. Wettbewerber Lidl verbuchte ein Minus von 1,6 Prozent. Die beiden großen Discounter, so bilanzieren die GfK-Experten, „verstehen es seit Monaten nicht so recht, Verbraucher in ihre Filialen zu locken – trotz zahlreicher und massiver Preissenkungen“. Seit einem Jahr tobt unter den Billigheimern ein erbitterter Preiskampf.

11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.03.2010, 17:31 UhrAnonymer Benutzer: Statistiker

    boahh ehh...
    wer so deppert mit Zahlen umgeht, kann von Statistik nicht wirklich viel verstehen. Der Auto war früher vermutlich mal bänker oder investberater, wo man ihn vor die Tür setzte, weil er schon dort nicht mit Zahlen umgehen konnte. Ein solcher Artikel darf in einer Wirtschaftszeitung nicht erscheinen!

  • 01.03.2010, 13:24 UhrAnonymer Benutzer: nobody

    Falsche Überschrift und falsche Schlussfolgerungen ich bin auch für "GfK setzt mentale Talfahrt fort".
    Deflation und Preissenkungen werden nicht mit betrachtet. Genau so wie Managementfehler, für mich sind die Zahlen keine Überraschung sondern bestätigen meine Erfahrungen.

  • 01.03.2010, 11:42 UhrAnonymer Benutzer: Realist

    in einem Land in dem die Aldiisierung auch intellektueller Art derart vorangeschritten ist, gibt auch das momentane straucheln der Discounter keinen Anlass zur Hoffnung!

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