
Die Online-Preise werden zwar landesweit einheitlich sein, dass dadurch der Druck auf die Läden steigt, glauben die Ingolstädter aber offenbar nicht. Gegenüber Konkurrenten wie Amazon oder Otto seien die Preise in den Filialen schon heute wettbewerbsfähig, heißt es. Das mag rechnerisch stimmen. Dennoch bleibt offen, wie die Kunden reagieren werden, wenn zwischen einzelnen Laden- und Online-Preisen eine Lücke klafft.
Ganz andere – aber kaum geringere – Widrigkeiten erwarten den Konzern in China. Im Spätsommer dürfte dort die erste Media-Markt-Filiale starten. Der 21. September gäbe ein passables Datum ab, dann ist Düsseldorf-Tag auf der Expo Shanghai. Bei der Weltausstellung treten Metro und die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt als Aussteller auf.
Auf der Einkaufsmeile Huaihai künden bereits rote Fahnen von der baldigen Eröffnung des ersten Geschäfts in Shanghai. Bis 2012 soll es in der Stadt etwa zehn Media Märkte geben. Ziel sind laut Präsentation acht Prozent Marktanteil.
Kampfpreise in China
Im Januar 2012 will das Management die Pilotphase auswerten, feinjustieren und anschließend – so die Planungen – von 2013 an mit der breit angelegten Expansion in Städten wie Peking, Shenzen und Guangzhou beginnen. Auf landesweit mehr als 100 soll die Filialzahl dann sukzessive steigen. Langfristig streben die Deutschen gar ein Netz von mehreren Hundert Geschäften an, um einen Marktanteil von über zehn Prozent zu erobern.
Das klingt verlockend, schließlich soll der chinesische Markt für Konsumelektronik in den kommenden fünf Jahren von 82 auf 180 Milliarden Euro wachsen.
Dass der Coup gelingt, bezweifeln China-Kenner allerdings. Der Marktzugang ist schwierig, die Treue der Konsumenten gering, und loyale Führungskräfte bleiben rar. Europäische Händler wie Ikea und Carrefour mussten ihre China-Erwartungen bereits eindampfen. Die Baumarktkette Obi beendete vor Jahren entnervt ihr Engagement. Und auch die Metro-Großmarktsparte Cash & Carry (C&C), immerhin seit 1996 im Land, schreibt dort erst seit Kurzem schwarze Zahlen.
Um gegen die lokalen Ketten Gome und Suning anzukommen, die insgesamt zwölf Prozent des Marktes kontrollieren, wollen die Deutschen auf Kampfpreise setzen. Wichtiger noch dürfte aber die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Foxconn sein. Der weltweit größte Hersteller von Elektronik- und Computerteilen mit Sitz in Taiwan ist mit 25 Prozent am China-Geschäft von Media-Saturn beteiligt und soll mit lokaler Erfahrung und politischen Kontakten aushelfen.
Während Weises Wachstumsgelüste alle Grenzen sprengen – neben China stehen auch die Türkei und Russland auf seiner Expansionsagenda –, gab sich Frans Muller geradezu bescheiden. Mit hübschen Fotos von europäischen Konzeptmärkten versuchte der Chef der C&C-Truppe die Analysten vom erfolgreichen Umbauprozess der Großmärkte zu überzeugen. Der neue Belieferungsservice locke zusätzliche Kundengruppen, so die frohe Botschaft. Mehr als 500 Millionen Euro Umsatz habe Metro über die Belieferung 2009 eingespielt, fast 300 Millionen Euro davon in Deutschland.
Damit allerdings endeten auch schon die positiven Meldungen aus der Heimat. Flächenbereinigt sackte der Umsatz in den deutschen Großmärkten im vergangenen Jahr um drastische 5,2 Prozent.
C&C-Deutschland-Geschäftsführer Harald Frasczak lauschte beim deutschen Handelskongress in Berlin vor ein paar Monaten denn auch gespannt den Fachvorträgen zum Thema „Turnaround und Restrukturierung“. Dass er die Erkenntnisse noch lange anwenden wird, bezweifeln Insider jedoch.














- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
Alle Kommentare lesen25.09.2010, 19:41 UhrAnonymer Benutzer: J.B.
Es ist schonwieder herrlich wie alle die hier schreiben alle Metro Häuser über einen Kamm ziehen.
in der Vielfalt aller Märkte kann es natürlich mal sein das in irgendeinem MM oder Saturn Haus ein berater ist der nicht den Wünschen des Kunden gerecht wird.
Aber sind deshalb gleich alle Leute schlecht die dort arbeiten?
Haben deshalb ALLE!!!! berater keine Ahnung von dem was sie tun?
Was den Artikel angeht muss ich gestehen das die Preise gegenüber Amazon und Otto höher sind.
Aber machen wir uns doch den Spaß:
Kosten Otto:
Kataloge, weniger Mitarbeiter als MM oder Saturn und die Versandkosten.
Kosten Amazon: Wenige Mitarbeiter und Versandkosten
MM & Saturn: Mitarbeiter je nach Größe des Hauses (Gehälter), Miete, Wasser und Strom (man bedenke allein so eine Tv Abteilung was die an Strom zieht), Werbung.
Und nun frage ich euch wie bitte soll es möglich sein das MM oder Saturn die gleichen Preise machen sollen wie die internet Anbieter oder Kataloganbieter?
RiCHTiG!!! Und zum Thema Werbeflut von MM und Saturn. Gebe euch Recht sie kommen wirklich sehr häufig und wenn dann richtig.
Aber glaubt mal nicht das die mit den Werbeprodukten Geld verdienen. Die machen nämlich Verlust.
26.03.2010, 19:04 UhrAnonymer Benutzer: Hans Huber
MM & Saturn sind die grössten Abzocker im E-Handel.
bunte Werbeblätter mit falschen bzw. hirnrissigen Angaben, alte Modelln zu exhorbitanten Preisen und Verkäufer die bei den banken durch ihre Hochnäsigkeit besser aufgehoben wären!!!
AMAZON das will der Kunde und kein Metro-Schrott !
13.03.2010, 10:03 UhrAnonymer Benutzer: Professor keine Ahnung
in CHiNA WiRD DER METRO KONZERN NUR VERLUSTE MACHEN!!!Und in Deutschland fuer den verlust mal wieder die Mitarbeiter auf die Strasse setzen.OLEOLE Deutschland und die Top Manager