Einzelhandel: Volle Läden trotz Krise und Kälte

Einzelhandel: Volle Läden trotz Krise und Kälte

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Kunden gehen am Samstag (19.12.2009) durch das Einkausfzentrum "MyZeil" in Frankfurt am Main, während zwei "Weihnachtsmänner" den Ansturm beobachten. Am letzten Samstag vor Heiligabend erlebten zahlreiche Innenstädte in Deutschland einen Käuferansturm, da viele Menschen bisher keine Gelegenheit fanden, Weihnachtsgeschenke einzukaufen.

von Henryk Hielscher

Am Wochenende starteten Deutschlands Einzelhändler in die Endphase des Weihnachtsgeschäfts. Der Handel freut sich über volle Läden – trotz Krise und Kälte.

Zum überflüssigsten Wort 2009 wurde jüngst der Begriff "Sale, gekürt der zum Schlussverkauf in vielen Schaufenstern zu lesen ist. Von dem englischen Wort war in diesem Jahr die Mehrheit der Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache (VDS) am meisten genervt.

Noch genervter als die Sprachkritiker dürften freilich die Händler selbst über den Schriftzug "Sale" sein – wenn auch aus einem anderen Grund: Ohne Rabatte, Nachlässe und Sonderpreise läuft dieses Jahr wenig im Weihnachtsgeschäft. Satte Gewinne? Großteils Fehlanzeige.

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Das eisige Wetter lässt die Kassen klingeln

Mit dem Weihnachtsgeschäft sei der Handel allerdings insgesamt ganz zufrieden, sagte die stellvertretende Sprecherin des Branchenverbandes HDE, Ulrike Hörchens.

Das letzte Adventswochenende sei der vorläufige Höhepunkt gewesen und die Woche davor sei "fantastisch" für den deutschen Einzelhandel gelaufen. Das eisige Winterwetter habe dafür gesorgt, dass vor allem bei den Modehändlern die Kassen klingelten.

 „Es läuft bisher alles in allem ganz ordentlich“, sagte zwar Eckhard Cordes, Chef von Deutschlands größtem Handelskonzern Metro (Kaufhof, Real). Doch Euphorie klingt anders. Allerdings, so Cordes, sei es noch zu früh, um Bilanz zu ziehen. „Wir beobachten, dass die Menschen ihre Weihnachtskäufe immer später machen“.

Der Verband geht aber davon aus, seine Prognose zu erreichen. Für das laufende Weihnachtsgeschäft rechnen die Einzelhändler mit Umsätzen von 73 Milliarden Euro. Das wären 1,5 Prozent weniger als  vor einem Jahr.

Einige Teilbranchen dürften sich allerdings deutlich besser schlagen: 

Online- und Versand-Handel: Die Deutschen kaufen in diesem Jahr so viele Weihnachtsgeschenke im Internet ein wie noch nie. In den letzten beiden Monaten des Jahres rechnen die deutschen Internet-Versender mit einem Rekord-Warenumsatz von 3,1 Milliarden Euro.

Durch die starken Zuwächse im E-Commerce steigt demnach auch der Weihnachtsumsatz des Versandhandels insgesamt um rund zwei Prozent auf etwa 5,8 Milliarden Euro. Besonders beliebte Geschenke sind wie so oft: Bücher, CDs, DVDs, Schmuck, Parfum und Spielsachen. Auch Unterhaltungselektronik wie MP3-Player und Handys sowie hochwertige Haushaltsgeräte stehen bei den Kunden nach wie vor hoch im Kurs.

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