Einzelhandel: Wachstumsschub für Edeka

Einzelhandel: Wachstumsschub für Edeka

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Einkäufer vor einer Edeka-Filiale

von Henryk Hielscher

Die Hamburger Edeka-Gruppe baut ihre Position als Deutschlands größter Lebensmittelhändler aus. Vor allem die Supermärkte der selbständigen Kaufleute bescherten der Gruppe ein Umsatzplus. Doch langsam wird die Heimat zu eng für das Handelshaus.

Umsatz gesteigert, Schulden reduziert, Expansion vorangetrieben - keine Frage, die Bilanz der Edeka-Gruppe für das Geschäftsjahr 2010 kann sich sehen lassen. Das Unternehmen profitierte davon, dass die deutschen Verbraucher wieder mehr Geld ausgegeben haben. Zugleich konnte der Handelsriese offenbar auch mehr Kunden der Konkurrenz in seine Läden lotsen. Das Resultat: Von 42,1 Milliarden auf 43,5 Milliarden Euro sind die Erlöse der genossenschaftlich organisierten Gruppe gestiegen.

Getrieben wurde die Entwicklung vor allem von den rund 4500 selbständigen Kaufleuten, die eigene Supermärkte betreiben, betonte Edeka-Chef Markus Mosa bei der Vorstellung der Bilanz in Hamburg. Sie steigerten ihre Erlöse flächenbereinigt um 4,6 Prozent. Die Märkte unter Regie der Zentralen verbuchten dagegen ein bescheideneres Plus von 2,6 Prozent.

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Edeka will Lücken im Filialnetz schließen

Auch für das laufende Jahr ist Deutschlands größter Lebensmittelhändler optimistisch.  Umsatzsteigerungen in Höhe von drei Prozent erwartet Mosa, wobei rund ein Prozent des Wachstums auf die Eröffnung neuer Filialen entfallen dürfte. Denn auch in Sachen Flächenexpansion will Edeka weiter Gas geben. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, im Rhein-Main-Gebiet und in München  will Edeka offenbar Lücken im Supermarkt-Filialnetz schließen.

Die Edeka-Tochter Netto Marken-Discount soll unterdessen zum Lebensmitteldiscounter mit den deutschlandweit meisten Filialen aufsteigen. 250 Filialen sollen allein 2011 zu den bestehenden 4000 Netto-Standorten dazu kommen, wobei aber auch einige Altflächen aussortiert werden dürften. Insgesamt sieht Mosa  „ein Potential  von bis zu 5000 Märkten“. Der Umsatz des Discount-Ablegers stieg flächenbereinigt um 2,7 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Damit rangiert Netto auf Platz drei der deutschen Billigliga – hinter Aldi und Lidl.

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