Einzelhandel: Weihnachtsgeschäft: Deutschland im Geschenkerausch

Einzelhandel: Weihnachtsgeschäft: Deutschland im Geschenkerausch

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Weihnachtlich geschmücktes Einkaufszentrum

von Henryk Hielscher

Süßer die Kassen nie klingen: Dem deutschen Einzelhandel steht ein glänzendes Weihnachtsgeschäft bevor, erwarten Experten. Vor allem Smartphones und Flachbildfernseher führen die Geschenke-Wunschlisten an.

Durchschnittlich 245 Euro wollen die deutschen Verbraucher für ihre Weihnachtsgeschenke ausgeben. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Der deutsche Einzelhandel könne mit Umsätzen für Geschenke in Höhe von rund 14 Milliarden Euro rechnen. Als Ursache der neu entfachten Shoppinglust sehen die GfK-Experten vor allem die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die inzwischen auch bei den Verbrauchern ankäme.  

„Rückläufige Arbeitslosenzahlen sowie vermehrt auftretende Meldungen, wonach künftig ein Fachkräftemangel droht, verstärken die Hoffnungen der Arbeitnehmer auf höhere Einkommenszuwächse“, sagt GfK-Experte Rolf Bürkl. Entsprechend steige die Bereitschaft, Geld auszugeben.  

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Menschen, die in Haushalten mit weniger als 1500 Euro monatlichem Nettoeinkommen lebten, beabsichtigten laut GfK durchschnittlich 146 Euro auszugeben. Liege das Haushaltseinkommen bei netto mehr als 3500 Euro, dann steige der Wert der geplanten Geschenke auf durchschnittlich 366 Euro. Unterschiede gebe es auch zwischen Ost und West, heißt es in der Studie, die auf einer repräsentativen Umfrage bei 4174 Personen beruht. Während in den alten Bundesländern durchschnittlich 251 Euro für Geschenke vorgesehen seien, liege der Durchschnittswert im Osten bei nur 224 Euro.

Mit ihrer optimistischen Prognose stehen die Nürnberger Konsumforscher nicht allein. „Wir erwarten ein grandioses Weihnachtsgeschäft“, bekräftigte HDE-Chef Stefan Genth die Prognose des Handelsverbands HDE von einem Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent in den Weihnachtsmonaten November und Dezember.  Verbraucherstimmung und Konsumklima seien gut und im November und Dezember gebe es je einen Verkaufstag mehr. Eine Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter 120 Einzelhandelsketten und Konsumgüterherstellern ergab, dass fast jeder zweite Händler mit einem Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr rechnet. Nur drei Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.

Besonders gefragt sein wird nach Ansicht der Händler Unterhaltenselektronik: Der Absatz von Flachbildschirmen, Multimedia-Handys & Co wird nach Ansicht von 67 Prozent der Befragten steigen, ergab die Ernst&Young-Umfrage. Schmuck und Accessoires werden nach Meinung von 65 Prozent der Befragten häufiger im Einkaufswagen landen als im Vorjahr. Eine eher gleich bleibende Umsatzentwicklung sehen die Handelsmanager hingegen in den Segmenten Bücher und Schreibwaren, Lebensmittel und Haushaltswaren.

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