Elektrokonzern: Siemens lässt die Krise hinter sich

Elektrokonzern: Siemens lässt die Krise hinter sich

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Passanten vor dem Siemens-Forum in München.

Großaufträge aus Arabien, steigende Aktienkurse: Der Elektrokonzern Siemens profitiert von der Konjunkturerholung. Bei der Vorlage seiner Zahlen am Donnerstag dürfte der Konzern deshalb seine Progose anheben – vom Abbau tausender Arbeitsplätze rückt der Konzern aber nicht ab.

Alles deutet auf einen selbstbewussten Auftritt von Siemens-Chef Peter Löscher hin: Am morgigen Donnerstag präsentiert der graumelierte Österreicher die Bilanzzahlen für das zweite Geschäftsquartal. Diese dürften gut ausfallen: Nach Monaten, in denen Siemens vor allem mit harten Sanierungsmaßnahmen und den letzten Wehen des Korruptionsskandals Schlagzeilen machte, kann der Konzern Analysten zufolge mit einem neuerlichen Milliardengewinn für das abgelaufene Quartal auftrumpfen.

Bereits im Vorfeld kündigte Siemens an, auch die Prognose für das Gesamtjahr nochmals unter die Lupe zu nehmen. Mit anderen Worten: Der Elektroriese dürfte seine Erwartungen nach oben schrauben. Zuletzt hatten sich Teile des Industriegeschäfts schneller von der Wirtschaftskrise erholt als erwartet. Im zweiten Geschäftsquartal hatte das Unternehmen zumindest bei schneller anspringenden Geschäften wie dem Licht-Spezialisten Osram oder der Industrie-Automatisierung von der konjunkturellen Erholung profitiert. Finanzchef Joe Kaeser stellte zuletzt für den Zeitraum Januar bis März ein im Jahresvergleich besseres operatives Ergebnis der drei Sektoren Industrie, Energie und Gesundheit in Aussicht.

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Deutliche Anhebung erwartet

Medienberichten zufolge will das Unternehmen seinen Ausblick für das operative Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr auf „über 7,5 Milliarden Euro“ von bislang bis zu 6,5 Milliarden Euro anheben, hieß es in Medienberichten. Konzernchef Peter Löscher kündigte bereits zur Hauptversammlung Ende Januar an, das Ziel nach dem ersten Halbjahr auf den Prüfstand zu stellen, weil bereits im ersten Geschäftsquartal ein operativer Gewinn von fast 2,3 Milliarden Euro zu Buche stand.

Die Analysten rechnen im Schnitt bereits mit einem Ergebnis der drei Kernsektoren Energie, Industrie und Medizintechnik von 7,7 Milliarden Euro. Gut zwei Milliarden Euro davon könnte Siemens im zweiten Geschäftsquartal eingefahren haben, wie sich aus den Aussagen Kaesers von Ende März ableiten lässt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,84 Milliarden Euro.

Löschers Umbau-Anstrengungen tragen erste Früchte – zumindest wird er das bei der Vorlage der Geschäftszahlen behaupten. Im Vorfeld präsentierte Siemens heute einen neuen Großauftrag: Der Konzern liefert an die Qatar General Water & Electricity Corp. (Kahramaa) Umspannstationen, Schaltanlagen und Hochspannungskabel im Gesamtwert von 600 Millionen Euro. Die Stromübertragungstechnik soll bis Mitte 2012 einsatzbereit sein.

Doch für Diskussionen unter Siemensianern sorgen weiterhin die Stellenabbau-Pläne des Konzerns. In den vergangenen Monaten hatte Siemens die Streichung von insgesamt 6200 Arbeitsplätzen angekündigt, davon rund 4000 in Deutschland. Vom Stellenabbau betroffen sind neben dem Industriegeschäft auch der IT-Dienstleister SIS. Siemens will SIS in eine eigenständige Firma ausgliedern, dort sollen allein etwa 2000 Stellen wegfallen.

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