Elektromobilität: Bundesregierung plant Mega-Tests mit Elektroautos

Elektromobilität: Bundesregierung plant Mega-Tests mit Elektroautos

von Martin Seiwert

Die Bundesregierung plant vier regionale Großprojekte in Deutschland zur Erforschung der Elektromobilität - und stellte dafür mit mehreren hundert Millionen Euro bereit. Im Sommer 2012 soll es losgehen.

Die Bundesregierung plant vier regionale Großprojekte in Deutschland zur Erforschung der Elektromobilität mit ingesamt bis zu 100.000 Elektroautos und mehreren hundert Millionen Euro staatlicher Förderung. Nach Angaben von Vertretern der Automobilindustrie sollen die Projekte bereits im Herbst ausgeschrieben werden. Mehrere Landesregierungen, die derzeit zusammen mit Industrieunternehmen Vorschläge für solche Projekte erarbeiten, wollen sich laut WirtschaftsWoche für eines der Projekte bewerben.

Eine Jury mit Experten aus Politik, Industrie und Verbänden wird voraussichtlich im Winter vier Projekte aussuchen. Im Sommer 2012 könnten die ersten Tests starten, die auf drei bis fünf Jahre angelegt sind und in denen jeweils 20.000 bis 50.000 Elektroautos zum Einsatz kommen.

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Wie aus Kreisen der Nationalen Plattform Elektromobilität, in der sich auf Initiative der Bundesregierung Politik, Industrie und Verbände zusammengeschlossen haben, verlautet, hat Berlin beste Chance, Standort eines der vier Projekte zu werden. Wie Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität der WirtschaftsWoche sagte, wird die Bewerbung derzeit vorbereitet.

Auch Baden-Württemberg und Bayern werden der WirtschaftsWoche zufolge in Politik und Industrie gute Chancen eingeräumt. Hier arbeiten nach Angaben aus Unternehmenskreisen Daimler, BMW, Audi, MAN, Siemens und Eon bereits an den Projekt-Vorschlägen. In Thüringen sollen unter anderem Opel, die Deutsche Telekom, Sixt und Bosch für die Teilnahme an einem Praxistest gewonnen werden.

Deutschland bremst Japan und China bei Elektroautos aus

Deutschlands Autoindustrie ist es gelungen, den Überholversuch Chinas und Japans beim Elektroauto zu stoppen. Das zeigt der aktuelle Elektroautoindex Evi, den die WirtschaftsWoche zuammen mit McKinsey in der Regel vierteljährlich veröffentlicht. Danach liegen die Länder China und Japan, die bis Anfang des Jahres immer näher herangerückt waren, bei der Entwicklung der Elektromobilität zusammen mit Deutschland weltweit weiterhin auf Platz drei. Alle drei Nationen erreichen jeweils rund 30 Prozent der Elektromobilität, die Experten für 2020 prognostizieren.

Mit deutlichem Abstand auf Platz eins bleiben mit 41 Prozent die USA, wobei Frankreich mit 40,6 Prozent deutlich an die Vereinigten Staaten heranrückt. Die Franzosen konnten den Anteil der E-Autos an den neu zugelassenen Fahrzeugen im zurückliegenden halben Jahr, wenn auch auf niedrigem Niveau, um rund 45 Prozent steigern. Für Überraschung sorgte allerdings Japan, das trotz des Erdbebens seinen Platz dank des Absatzbooms in den Monaten vor der Katastrophe halten und Deutschland weit übetreffen konnte. Während in den vergangenen 27 Monaten bis März 2011 in Japan knapp 8400 Elektroautos neu zugelassen wurden, waren es in Deutschland nur 860.

Der Evi wird seit Anfang 2010 erstellt und ist weltweit das einzige Ranking, das die Entwicklung der Nachfrage und der Produktion von Elektroautos in ausgewählten Ländern in einem Index vereint.

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