Elektronik: Amazon: Lesegerät Kindle vorerst nicht auf deutschen Markt

27. Juni 2009
von Matthias Hohensee und Thomas Stölzel

Jeff Bezos, Chef von Amazon, bietet sein Lesegerät vorerst nicht in Deutschland an. Damit überlässt der Manager das Geschäft hierzulande dem japanischen Elektronikkonzern Sony.

In den USA hat der Online-Buchhändler Amazon Mitte Juni schon die dritte Generation seines elektronischen Lesegeräts Kindle herausgebracht. In Europa sollte der Verkauf einem Konzerninsider zufolge in der ersten Jahreshälfte starten, doch daraus wird wohl nichts. Die Deutschen zumindest müssen vorerst auf den Kindle verzichten. Amazon-Chef Jeff Bezos konnte sich mit Mobilfunkbetreibern wie T-Mobile und Vodafone nicht auf einen Vertrag einigen.

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Der ist notwendig, weil der Kindle die elektronisch erfassten Buchinhalte über das Handynetz bezieht. Die Preisvorstellungen der Telefongesellschaften seien überzogen, sagt ein Amazon-Manager. Aus dem Kreis deutscher Amazon-Partner wird das bestätigt. Damit überlässt Bezos das Geschäft in Deutschland dem japanischen Elektronikkonzern Sony, der hier schon ein Lesegerät anbietet.

Das wird zum Aufspielen der Texte an den Computer angeschlossen. Amazon droht weitere Konkurrenz: Im Silicon Valley spekulieren Experten, dass Apple einen Kindle-Angreifer auf den Markt bringen könnte. 

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Kommentare | 7Alle Kommentare
  • 28.06.2009, 01:34 UhrMax Mauser

    Es ist schon wenig überraschend, dass hier wieder einmal vorallem T-Mobile mit seinen noch aus der Zeit des Monopols stammenden Marktvorstellung negativ auffällt. Diesmal trifft es den Konsumenten nur nicht mit Vertragsbedingungen wie bei dem iPhone, nein, diesmal wir nur die Markteinführung eines Produktes verhindert.

  • 28.06.2009, 10:23 UhrRic

    @Max Mauer:
    ich hab' in den USA den Kindle probiert, über 2 Wochen, und meine anfängliche begeisterung schlug in der Form in's Gegenteil um als dass ich nach wenigen Tagen das Ding quasi nicht mehr in die Hand genommen habe und es nur noch rumlag. Es ist ganz nett aber "brauchen" tut man es eigentlich nicht. Nicht in der Form. Dazu ist es noch zu "chunky".

    Und die Vertragsbedingungen, ich kann ihnen ebenfalls aus eigener Erfahrung berichten dass die Verträge in den USA ja nicht nur eigentlich auf dem selben Preisniveau sind bei AT&T sondern nach wie vor dieser Carrier nicht einmal die hierzulande inzwischen schon fast wieder altbackene MMS anbietet! Und die unbegrenzte Datenflatrate aus dem Papier bringt ihnen rein gar nichts wenn der Anbieter offensichtlich unhaltbare Versprechungen macht und nicht in die entsprechende infrastruktur investiert: die selbe UMTS Geschwindigkeit wie bei T-Mobile hat AT&T nicht einmal theoretisch im Angebot. in der Praxis hat man aber das Problem dass man in San Francisco keinerlei Empfang hat und nicht einmal telefonieren kann (so erlebt!) weil das Netz hoffnungslos überlastet ist, auf dem Land hingegen wo es wohl weniger iPhone Kunden gibt wurde das Netz von vorneherein nicht ausgebaut und man surft mit GSM "Geschwindigkeit".

    Nicht immer alles glauben was auf dem Papier toll bzw. "besser" als in Deutschland klingt, die Amerikaner übertreiben auch hier sehr gerne und Versprechen mehr als sie halten können.

    Soweit mein "Erfahrungsbericht".

  • 28.06.2009, 17:57 Uhrmarcuhlig

    @Ric so ein bloedsinn. ich leb seit 6 jahren in den usa und bin seit tag eins gluecklicher iphone nutzer, die att flatrate machte zwar am anfang probleme, das ist aber laengst behoben.

    zum kindle: das teil ist super, und jeder der mehrere buecher gleichzeitig liest wird den kindle sehr zu schaetzen wissen.

    insofern schliesse ich mich @max mauser an, vielen dank an t-mobile, dass wir uns dann wohl als technisches entwicklungsland betrachten duerfen...

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