_

Elektronik: Amazon: Lesegerät Kindle vorerst nicht auf deutschen Markt

von Matthias Hohensee und Thomas Stölzel

Jeff Bezos, Chef von Amazon, bietet sein Lesegerät vorerst nicht in Deutschland an. Damit überlässt der Manager das Geschäft hierzulande dem japanischen Elektronikkonzern Sony.

In den USA hat der Online-Buchhändler Amazon Mitte Juni schon die dritte Generation seines elektronischen Lesegeräts Kindle herausgebracht. In Europa sollte der Verkauf einem Konzerninsider zufolge in der ersten Jahreshälfte starten, doch daraus wird wohl nichts. Die Deutschen zumindest müssen vorerst auf den Kindle verzichten. Amazon-Chef Jeff Bezos konnte sich mit Mobilfunkbetreibern wie T-Mobile und Vodafone nicht auf einen Vertrag einigen.

Anzeige

Der ist notwendig, weil der Kindle die elektronisch erfassten Buchinhalte über das Handynetz bezieht. Die Preisvorstellungen der Telefongesellschaften seien überzogen, sagt ein Amazon-Manager. Aus dem Kreis deutscher Amazon-Partner wird das bestätigt. Damit überlässt Bezos das Geschäft in Deutschland dem japanischen Elektronikkonzern Sony, der hier schon ein Lesegerät anbietet.

Das wird zum Aufspielen der Texte an den Computer angeschlossen. Amazon droht weitere Konkurrenz: Im Silicon Valley spekulieren Experten, dass Apple einen Kindle-Angreifer auf den Markt bringen könnte. 

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.07.2009, 12:45 UhrAnonymer Benutzer: Chance für Txtr

    Wenn nicht Kindle, dann eben Txtr. Das neue Txtr book hat durch den Amazon-Rückzieher beste Chancen den hiesigen Markt zu erobern.

  • 29.06.2009, 22:54 UhrAnonymer Benutzer: Mark N. Kern

    Tja, wie sich das Thema E-book entwickelt, ist in der Tat noch offen. Mehr infos zum Thema gibt es hier: http://knol.google.com/k/axel-singler/ebook-geschichte-content-reader-und/12nw3krh234s2

  • 28.06.2009, 22:22 UhrAnonymer Benutzer: dirk

    Apple wird sicher kein "Kindle-Killer" auf den Markt bringen, da Steve Jobs bereits mehrfach betont hat, dass bücher nicht die Zukunft gehöre. Vielmehr seien die Multimedialen inhalte die Zukunft, auch was die Vermittlung von bildung betrifft. Auch wenn man über den inhalt dieser Aussage streiten kann, so stellt sie doch die Position Apples deutlich dar.

    Dass man mit Mobilfunkbetreibern in DE nicht einig wird, verwundert angesichts der gesalzenen Preise außerhalb des Discountmarktes auch kaum.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.