Elektronik-Hersteller: Panasonic streicht 15 000 Stellen

Elektronik-Hersteller: Panasonic streicht 15 000 Stellen

Bild vergrößern

Panasonic entlässt tausende Mitarbeiter.

Der japanische Elektronik-Gigant Panasonic erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Minus von 3,3 Milliarden Euro. Panasonic will 27 Werke schliessen und 15 000 Stellen streichen, hält aber an der Fusion mit Sanyo fest.

Der japanische Elektronik-Riese Panasonic streicht angesichts erwarteter Milliardenverluste in Folge der Wirtschaftskrise etwa 15 000 Arbeitsplätze und schließt über zwei Dutzend Werke. Die Kürzung entspricht rund fünf Prozent der weltweiten Belegschaft.

Der weltgrößte Plasma-TV-Hersteller rechnet erstmals seit sechs Jahren mit tiefroten Zahlen in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr. Wie die Panasonic Corp. heute  bekannt gab, dürfte unter dem Strich ein Fehlbetrag von 3,3 Milliarden Euro anfallen. Im November hatte das Unternehmen noch auf einen Gewinn von 260 Millionen Euro gehofft.

Anzeige

Panasonic beschäftigt derzeit weltweit rund 300 000 Mitarbeiter. Der geplante Stellenabbau soll bis März 2010 erfolgen. Als weiterer Teil der Sparmaßnahmen schließt der in Osaka ansässige Konzern bis Ende März diesen Jahres zunächst 13 japanische und 14 ausländische Werke, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

 „Die Umsätze sind im dritten Quartal in allen Geschäftsbereichen zurückgegangen. Im laufenden Quartal gehen wir von noch stärkeren Rückgängen aus, die Ergebnisse werden wahrscheinlich in allen Bereichen sinken“, sagte Panasonic-Direktor Makoto Uenoyama.

Japans Elektronik-Riesen in einer schweren Krise

Im April vergangenen Jahres war der Hersteller von „Viera“-Flachbildfernsehern und „Lumix“-DigitalkamerasPanasonic noch davon ausgegangen, einen Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Panasonic musste die Prognose jedoch im November revidieren. Seither habe sich die Marktlage sowohl im In- wie im Ausland weiter verschlechterte. Auch der andauernde Höhenflug des Yen macht Panasonic zu schaffen. 

Die japanische Elektronikindustrie erlebt derzeit eine ihrer bislang schwersten Krisen. Neben Panasonic mussten auch andere führende Unternehmen der Branche, die eine Schlüsselindustrie der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ist, ihre Ertragsprognosen zusammenstreichen und erwarten für das laufende Geschäftsjahr rote Zahlen. So erwarten die Rivalen Hitachi und Sony Milliardenverluste im laufenden Geschäftjahr eingestellt. Laut einem Zeitungsbericht rechnet auch Sharp mit einem Minus.

Hinzu kommen drastische Stellenstreichungen. So fallen allein bei NEC angesichts erwarteter Milliardenverluste bis zum März 2010 weltweit über 20 000 Voll- und Teilzeitstellen weg. Und auch Sony, Panasonics größter Rivale, rechnet jetzt mit dem ersten operativen Verlust seit 14 Jahren und streicht ebenfalls rund 16 000 Arbeitsplätze.

Panasonic will weltgrößter Elektronikkonzern werden

Der frühere Sony-Chef Nobuyuki Idei hatte kürzlich in der "Financial Times" gesagt, eine weitere Konsoldierung sei unumgänglich. "Früher war kritisert worden, Japan habe zu viele Banken, heute gibt es zu viele Elektronikkonzerne", hatte Idei erklärt.

Einen ersten Schritt zur Konsoldierung hatte Panasonic im vergangenen November mit dem Beschluss gemacht, Sanyo für fast sieben Milliarden Euro zu übernehmen. Mit einem gemeinsamen Gesamtumsatz von 90 Milliarden Euro, wäre das Unternehmen der weltweit größte Hersteller von Unterhaltungselektronik. Für Panasonic ist vor allem das Akku und Solargeschäft von Sanyo interesant. Die Fusion soll trotz des jüngsten Gewinneinbruchs nicht gefährdet sein.  

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%