Elektronikkonzern: Siemens-Chef Löscher soll bis 2017 bleiben

Elektronikkonzern: Siemens-Chef Löscher soll bis 2017 bleiben

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Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Peter Löscher

Siemens-Vorstandschef Peter Löscher soll Europas größten Elektronikkonzern auch in den kommenden sechs Jahren führen. Seine Ziele sind hoch gesteckt.

Wie das „Handelsblatt“ und die „Financial Times Deutschland“ am Montag berichteten, will der Aufsichtsrat den Vertrag des 53-jährigen Österreichers am Mittwoch bis 2017 verlängern. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme hatte Löscher kurz nach dem Auffliegen des Schmiergeldskandals im Mai 2007 vom US-Pharmakonzern Merck zu Siemens geholt. Löscher verpasste dem Traditionskonzern eine schlankere Struktur, steuerte ihn erfolgreich durch die Wirtschaftskrise und will jetzt vor allem mit grüner Technologie auf 100 Milliarden Euro Umsatz wachsen. Wie das Handelsblatt berichtet soll Löscher bereits ambitionierte  Ziele für die nächsten Jahre gesteckt haben. Er wolle den Siemens-Umsatz in den nächsten Jahren über die magische Schwelle von 100 Milliarden Euro heben, so das Blatt weiter.

Vertragsverlängerung auch für Russwurm und Solmssen

Neben Löschers Vertrag will Cromme am Mittwoch auch die Verträge mit Industrievorstand Siegfried Russwurm und Chefjurist Peter Solmssen verlängern, wie die beiden Wirtschaftszeitungen berichteten. Allerdings gebe es bei Solmssen „viele Nachfragen und Kritik“, berichtete die „Financial Times Deutschland“.

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Denn einige Aufsichtsräte machten den Juristen, der 2007 zur sauberen Aufarbeitung der Korruptionsaffäre vom US-Konkurrenten General Electrics zu Siemens geholt worden war, dafür verantwortlich, dass Siemens 2009 eine Partnerschaft mit dem russischen Atomkraftwerksbauer Rosatom vereinbarte.

648 Millionen Strafe

Wegen Vertragsbruchs gegenüber dem bisherigen französischen Atompartner verurteilte ein Schiedsgericht Siemens deshalb im vergangenen Mai zu einer Strafzahlung von 648 Millionen Euro. Die Strafe verhagelte dem Konzern das Ergebnis des abgelaufenen Quartals, das Siemens am Donnerstag veröffentlichen will.

Die bisherigen Verträge von Löscher, Russwurm und Solmssen laufen bis März 2012. Weil Solmssen im Januar 2015 die bei Siemens für Vorstände übliche Altersgrenze von 60 Jahren erreicht, würde sein Vertrag ab dann nur noch in Jahresschritten verlängert.

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