Elektronikkonzern: Siemens rüstet sich für Zukäufe

Elektronikkonzern: Siemens rüstet sich für Zukäufe

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Das Siemens-Forum in München

Auf der Aktionärsversammlung Ende Oktober will sich Siemens breiten Spielraum für Kapitalerhöhungen geben lassen. Die frischen Milliarden will der Elektronikkonzern für Firmenkäufe nutzen.

Noch vor wenigen Wochen hatte Siemens-Vorstandschef Peter Löscher den Umbau von Siemens als abgeschlossen bezeichnet. Fortan sollte organisches Wachstum im Vordergrund stehen. Doch aus der Einladung zur Hauptversammlung am 27. Januar 2009 geht hervor, dass die Münchner die stimmberechtigten Aktionäre bitten werden, Kapitalerhöhungen über 19 Prozent ihres Grundkapitals per Vorratsbeschluss zu genehmigen. Gemessen am Kurs vom Freitag könnte sich Siemens so bis 2014 nahezu 7,8 Milliarden Euro frisches Kapital beschaffen. Darüber hinaus strebt Siemens zusätzlichen Spielraum durch die Ausgabe von Wandelanleihen oder Optionsschuldverschreibungen an. Mit diesen könnte der Vorstand das Grundkapital um weitere 21,9 Prozent aufstocken. Außerdem ist ein Aktienrückkauf von bis zu zehn Prozent der eigenen Aktien für das nächste Jahr vorgesehen. Auch mit diesen Aktien könnte Siemens Firmenübernahmen bezahlen.

Siemens will das genehmigte Kapital ausdrücklich für Zukäufe in bar oder mit Aktien nutzen. Der Konzern wolle so seine Chancen nutzen, die sich durch die Finanzkrise ergeben. Konkrete Pläne für eine Kapitalerhöhung oder eine Firmenübernahme gibt es angeblich nicht.

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Aufsichtsratschef Cromme will mehr Geld

Der Vorsitzende des Siemens-Aufsichtsrats Gerhard Cromme soll künftig das Dreifache eines Aufsichtsratsmitglieds erhalten. Außerdem sollen die variablen Vergütungen für die Aufsichtsräte nicht mehr nach oben begrenzt werden, berichtet die „Financial Times“. Für das Geschäftsjahr 2007/2008 hatte Cromme 310.000 Euro erhalten, davon 185.000 Euro als Erfolgsbeteiligung. Cromme war im Sommer als Vorsitzender der Regierungskommission Corporate Governance zurückzutreten, um sich auf seine Aufgabe als Aufsichtsratschef bei Siemens zu konzentrieren. Die Regierungskommission hatte freiwillige Regeln für eine transparente und vorbildliche Unternehmensführung erarbeitet, zu denen sich inzwischen zahlreiche börsennotierte Unternehmen bekennen. Außer bei Siemens sitzt Cromme auch noch in den Aufsichtsräten von ThyssenKrupp, Allianz, Axel Springer und des französischen Baustoffkonzerns Saint-Gobain. Der Münchner Elektronikkonzern Siemens war zuletzt wegen einer Schmiergeldaffäre in die Schlagzeilen geraten, in deren Zuge ein Ex-Vorstand und ein Arbeitsnehmervertreter Bewährungs- und Haftstrafen erhielten.

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