Kommentare zu: Folgen der Finanzkrise sind hausgemacht

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12 Kommentare
  • 13.02.2008, 09:54 UhrAnonymer Benutzer: Jemand, der CDOs versteht

    Lieber Leser, liebe Autoren,

    wenn ich den nachfolgenden Absatz lese, fällt es mir nicht schwer zu glauben, dass viele Leute keine Ahnung von Forderungsverbriefung (bzw. der aktuellen Finanzkrise) haben. Es fehlt nur noch, dass jemand anfängt von "Heuschrecken" zu sprechen.

    Die schwache berichterstattung der Autoren Christopf Schürmann, Cornelius Welp, Melanie bergermann lässt darauf schließen, dass sie selbst diese Produkte nicht verstehen.

    Die Autoren scheinen zu glauben, dass bei einem Rating Risiken eliminiert werden. An dieser Stelle hätte eine information zur Einteilung verschiedener Klassen (Tranchen) von CDOs kommen müssen. D.h. es entstehen nur triple-A Papiere, weil zu gleich auch Papiere mit schlechtem Rating (speculaive grade), manchmal sogar auch ohne Rating entstehen. Diese erhält fast immer die verbrieftende bank selbst als vertrauensbildende Maßnahme. Die bank ist damit immer zuerst von Verlusten betroffen, bevor triple-A investoren einen finanziellen Schaden erleiden.

    Ferner spiegelt sich im Rating von CDOs (wie bei allen Emissionsratings) nur die bonität der Forderungen und Rechtmäßigkeit der Transaktionsstruktur. Ratingagenturen quantifizieren nicht das Risiko eines engen Sekundärmarktes, der bei schwacher Marktlage einen Handel dieser Produkte unmöglich macht. Vergessen wir nicht, dass investoren von CDOs ausschließlich institutioneller Natur (i.d.R. banken) sind. Da sollte man dieses Wissen doch unterstellen dürfen.


    "Genau hier kamen die Ratingagenturen ins Spiel: indem die banken die Kredite mit hohen Ausfallrisiken poolten und sie gemeinsam mit Krediten guter bonität in sogenannten Asset backed Securities ...ebenfalls noch ein AAA-Rating erhalten."

  • 13.02.2008, 10:15 UhrAnonymer Benutzer: Währungsreform 3.0

    ist doch egal wer wie mit wem verstrickt ist; das Ganze läuft doch alles unter dem Thema:
    - des Kaisers neue Kleider 2.0
    - Enron 2.0
    - Währungsreform 3.0
    - Staatsbankrott X.0
    - Schneeballsystem 2.0
    - Depression 2.0
    - Voltaire: Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - Null. -

  • 13.02.2008, 12:13 UhrAnonymer Benutzer: Rainer Herrmann

    Natürlich sind die Folgen hausgemacht, weil sich wieder bestätigt hat: "Gier frisst Hirnn", aber ich hätte gerne mal gewusst, wann man das erste Mal hört, dass sich die amerikanischen behörden zu Aktionen veranlasst sehen. Darauf wird man in dem Land der Pharisäer aber lange warten. Sie klagen zwar eifrig die Siemens und Daimlers dieser Welt an, deren bestechungpraktiken in vielen Ländern einfach zum Geschäftsleben gehören und letztlich kaum jemandem schaden (nützliche Aufwendungen hieß das mal) aber wenn weltweit Millionen von Anlegern von amerikanischen bankern, Ratingagenturen, Hedgefonds etc. betrogen und geschädigt werden da sind offensichtlich die Geschädigten selbst schuld. Und wenn ich dann die salbungsvollen Erklärungen der hiesigen betrogenen betrüger höre, die natürlich nicht ihr eigenes Geld verzockt haben dann wird mir speiübel. Warum gehen die Leute eigentlich nicht in den bau? Der kleine Mann wird wegen vergleichsweise kleiner Vergehen hart bestraft und wenn hochbezahlte Vorstände und Politiker in den Aufsichtsgremien den Steuerzahler um Milliarden bescheißen dann drohen höchstens salbungsvolle Erklärungen und das bundesverdienstkreuz. Ein kleiner Selbständiger, der also einen Kredit braucht, soll sich das Ausfüllen der Formulare sparen und gleich einen windigen Milliardenfonds auflegen - da sind die Erfolgschancen größer.
    Man fragt sich wirklich, warum das Erstaunen über die Erfolge der SED mit ihrem neuen saarländischen Vorsitzenden so groß ist.

  • 13.02.2008, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: Thomas

    Ja so kann es auch nicht weitergehen, ich war selbst in 2003-2005 in Leasing Firmen, die am Ende nicht mehr wussten, was denn in den AbS Vehikeln drin war, die an banken weitergegeben wurden.

    Hoffe, dass dies bald ein Ende hat..

    Gruss Thomas

    p.s. wer ausserhalb der bankbranche auf Jobsuche ist sollte mal http://www.spirofrog.de anschauen!

  • 13.02.2008, 15:20 UhrAnonymer Benutzer: Unbenannt

    Was die Rolle der Rating Agenturen betrifft ist dieser Artikel schlecht recherchiert und geschrieben. Abgesehen davon, dass nicht einmal die Nachnamen hochrangiger Manager(innen) korrekt buchstabiert sind, entspricht es der Unwahrheit dass Rating Agenturen den banken "halfen aus den Krediten drittklassiger Schuldner erstklassige, gut handelbare Obligationen zu machen" oder ihre Modelle solange "bearbeiten" bis sie quasi die von banken gewuenschten Resultate erzielen. ich halte diese Darstellung fuer rufschaedigend. Diese Art der berichterstattung ist ein Negativbeispiel fuer den deutschen Wirtschaftsjournalismus!

  • 13.02.2008, 17:05 UhrAnonymer Benutzer: Berger

    Ein schwieriges Thema sachlich auf den Punkt gebracht! Sehr schön, danke!

  • 13.02.2008, 23:59 UhrAnonymer Benutzer: HRR

    Du magst die CDO's verstehen, dennoch stimmt nicht alles, was du gerade geschrieben hast. Die minderwertigen Anleihen fanden oft Unterschlupf bei Hedge Fonds und Versicherungen. Genaues weiss wie so oft niemand, dass aber fast alle bei den banken liegen, entspricht nicht meiner Erfahrung.
    Zu den AAA-Anleihen: Es geht hier nicht nur um CDOs. AbS sind genau so betroffen und wen interessiert es schon, wie die Dinger heissen. in beiden Konstrukten liegt der gleiche Ramsch und AbS liegen auch bei Kleinanlegern.
    im übrigen fehlen im Artikel auch noch die Monoliner, dann sieht das Menue noch um eine Prise schärfer aus.

  • 14.02.2008, 00:00 UhrAnonymer Benutzer: HRR

    Der unten stehende Kommentar war an "Jemand, der CDOs versteht" gerichtet. Mehr infos unter www.zeitenwende.ch

  • 14.02.2008, 00:04 UhrAnonymer Benutzer: Konrad Fit

    Wieso , weshalb , warum ,
    konnte es dazu kommen ?
    Nun werden Schuldige gesucht , und wahrlich fast jeder verdächtigt .
    Ok , da helfe ich gern bei der Suche !
    Früher flossen ca 90% Waren und 10% Geld um die Welt , und jeder
    Dollar war 4 X verliehen .
    Heute fliessen ca 90 % Geld um die Welt , hinter dem ein Warenwert
    von 10% steht , und jeder Dollar ist 54 X verliehen .

    Wie wurde dies möglich ?
    1971 entkoppelte man den Wert des Geldes vom Goldwert .
    Nun kann man so viel Geld drucken und elektronisch erzeugen ,
    wie man für nötig hält .
    Und z.Z. machen die meisten Länder auch regen Gebrauch davon ,
    um eine Weltbankenkriese zu verhindern .
    Kreditkartenunternehmen und Versicherungen stehen bereits vor
    der Tür und möchten diese Party auf keinen Fall verpassen.

    Seit 2003 hat das Haus des Geldes beschlossen sein entzogenes
    Fundament zurück zu holen.
    Dies wird sich vermutlich über 10 - 30 Jahre hinziehen.
    Danach könnten der Preis für eine UNZE Gold bei ca. 15.000 $
    liegen , und einige billionen sich in Luft aufgelöst haben .

    Der Schuldige dieser Wirtschaftshölle ist somit 1971 zu suchen .

  • 26.02.2008, 10:25 UhrAnonymer Benutzer: Stephan Marti

    Ein toller Artikel. im http://finanzblog.kaywa.com/p883.html habe ich mir erlaubt, diesen zu zitieren und etwas über diese Maulwürfe zu schreiben.

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