ElringKlinger: ElringKlinger: Zweite Jahreshälfte läuft besser

ElringKlinger: ElringKlinger: Zweite Jahreshälfte läuft besser

von Anton Riedl

Der im MDax notierte Automobilzulieferer ElringKlinger registriert in der zweiten Jahreshälfte zunehmende Aufträge aus der Autoindustrie und hat seine Umsatzziele für das Gesamtjahr bestätigt.

Vorstandschef Stefan Wolf sagte der WirtschaftsWoche: „Seit Juli spüren wir eine Belebung. Im August ging das Geschäft wegen der Werksferien bei den Herstellern noch einmal zurück. Im September lief es deutlich besser. Diese positive Tendenz setzte sich auch im Oktober fort.“ Wolf ist deshalb optimistisch, die Unternehmensziele zu erreichen. „Das zweite Halbjahr 2009 läuft spürbar besser als die erste Jahreshälfte. Wir bekräftigen unsere Prognosen: 2009 wollen wir einen Konzernumsatz zwischen 540 und 580 Millionen Euro bei einer operativen Gewinnmarge von acht bis zehn Prozent erreichen.“ Als Richtschnur für die Höhe der Dividende gelte eine Ausschüttung von 40 bis 50 Prozent des Gewinns.

Von wirtschaftlichen Problemen vieler Autozulieferer könne ElringKlinger sogar profitieren. „Wenn Konkurrenten finanzschwach sind, spielt uns das zunächst Aufträge zu. Von der Produktentwicklung bis zur Serienproduktion vergehen in der Autoindustrie mehrere Jahre. Die großen Hersteller müssen sicher sein, dass ihre Zulieferer auch noch in fünf oder zehn Jahren am Leben sind.“ Auch Übernahmen hält Wolf für möglich. „Zukaufen würden wir nur bei anspruchsvollen Produkten – und wenn der Preis stimmt.“ Allerdings stünden Übernehmen kurzfristig nicht auf der Tagesordnung.

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Für die Zukunft sieht Wolf gute Möglichkeiten, vom erwarteten Boom alternativer Antriebe zu profitieren. „Wir sind vorbereitet. In der Entwicklung konzentrieren wir uns auf Komponenten für Batterien. Zudem arbeiten wir an Hybridkonzepten und Brennstoffzellen-Technologien. Bei der Brennstoffzelle wird die Energie im Fahrzeug hergestellt, das ist ein Vorteil gegenüber dem reinen Elektroauto. Da noch nicht absehbar ist, welches Antriebskonzept in 20 Jahren vorherrschen wird, laufen unsere Entwicklungen auf mehreren Gebieten.“ Dass die aktuelle Diskussion vom Elektroauto dominiert werde, sei „ein Kommunikationsproblem der Automobilindustrie“, so Wolf. „In Großserie und vor allem zu erschwinglichen Preisen wird es Elektroautos nicht vor 2020 geben.“

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