Ende der Bankenkrise?: Bank of America überrascht mit Milliardengewinn

Ende der Bankenkrise?: Bank of America überrascht mit Milliardengewinn

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Die Bank of America überrascht Börse und Analysten mit einem Milliardengewinn im ersten Quartal 2009

Die zu den größten US-Banken zählende Bank of America ist zum Jahresauftakt mit einem überraschend hohen Milliardengewinn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Die schnelle Erholung der großen amerikanischen Finanzhäuser schürt weiter die Hoffnung auf das Ende der Bankenkrise.

Im ersten Quartal verdreifachte sich der Überschuss der Bank of America im Vergleich zum Vorjahr fast auf 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Mrd. Euro), wie die Bank heute am Sitz in Charlotte (North Carolina) mitteilte. Im Schlussquartal 2008 hatte sie noch einen hohen Verlust eingefahren. Je Aktie lag der Gewinn nun bei 44 Cent – Analysten hatten lediglich vier Cent erwartet

Der vom US-Staat mit direkten Hilfen in Höhe von  45 Milliarden Dollar gestützte Finanzkonzern setzte damit die jüngste Reihe von positiven Nachrichten in der US-Finanzbranche fort. Zuvor hatten schon die Schwergewichte JP Morgan, Goldman Sachs, Wells Fargo und sogar die stark mitgenommene Citigroup mit ihren Ergebnissen die Analysten positiv überrascht. Die unerwartet zügige Geschäftserholung bei vielen Banken hat vergangene Woche an den Börsen die Hoffnung auf ein Ende der Finanzkrise geschürt. Am Jahresende 2008 hatte die Bank of America erstmals seit mehr als zehn Jahren einen Verlust eingefahren.

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4,2 Milliarden Dollar im ersten Quartal verdient

Für das Gesamtjahr hatte Bank-Chef Kenneth Lewis kürzlich einen Milliardengewinn vor Steuern und Kreditausfällen angekündigt. Die Bank of America hatte sich im vergangenen Herbst am Blitzkauf der Investmentbank Merrill Lynch verhoben. Im Zuge der Finanzkrise hatte sie zuvor die Hypothekenfirma Countrywide übernommen, die als mitverantwortlich für die Finanzmarktkrise gilt.

Die Bank of America hat vor Abzug der Dividenden  im ersten Quartal 4,2 Milliarden Dollar verdient. Die Einnahmen seien dabei auf das Rekordniveau von 36 Milliarden Dollar gestiegen, erklärte der US-Branchenprimus. Die Investment-Tochter Merrill Lynch habe drei Milliarden Dollar zu dem Nettogewinn beigetragen.

Rasant steigende Kreditausfälle

Der US-Branchenprimus kämpft jedoch mit rasant steigenden Kreditausfällen: Die Bank legte hierzu zusätzlich 6,4 Milliarden Dollar beiseite und erklärte, die Kreditqualität habe sich in allen Geschäftsfeldern verschlechtert. Das weltweite Kartengeschäft rutschte in die Verlustzone und verursachte ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar.

Die Aktien des Geldhauses büßten in einem schwachen Marktumfeld vorbörslich in New York sieben Prozent ihres Wertes ein. Analysten werteten die Geschäftszahlen dennoch in ersten Reaktionen überwiegend positiv. Zwar sei der Gewinn durch Einmaleffekte aufgebläht worden, aber die Zahlen signalisierten dennoch eine Genesung der Bank of America, hieß es.

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