Damit hätte sich VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch mit seinem Plan durchgesetzt. Bereits in der kommenden Woche hatte die WirtschaftsWoche über die Ablösung von Wiedeking berichtet. Der Manager stand seit 1993 an der Porsche-Spitze. Der neue starke Mann im VW/Porsche-Konzern soll VW-Vorstandschef Martin Winterkorn werden.
Michael Macht gilt als Ziehsohn von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Der 48-jährige Schwabe ist gemeinsam mit dem Westfalen die Karriereleiter in der Sportwagenschmiede hinaufgestiegen. Nach einem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart und einer Tätigkeit beim Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation wechselte er in die Wirtschaft. Bei Porsche wurde er 1990 Fachreferent für Motorenplanung. Der damalige Produktionschef Wiedeking erkannte die Begabung Machts bei der Arbeitsorganisation und machte ihn zu seinem Referenten.
Macht war Wiedekings Ziehsohn bei Porsche
Auch als Wiedeking 1992 in rauen Zeiten das Ruder bei dem Stuttgarter Nobelhersteller übernahm, wurde Macht seine rechte Hand. Gemeinsam nahmen die beiden die „schlanke Produktion“ japanischer Autofirmen unter die Lupe, die sie nicht nur im Stammwerk Zuffenhausen einführten, sondern auch bei den Zulieferern. Die Produktivitätssprünge beim Umbau der Fertigung verblüfften nicht nur die eigene Mannschaft, sondern machten auch potenzielle Kunden hellhörig.
Aufgrund deren Anfragen entwickelte sich 1994 die Porsche Consulting GmbH in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) unter Führung von Macht. Die Firma sollte die Erfahrungen beim Umbau des Stuttgarter Unternehmens vermarkten; nach früheren Angaben verzehnfachte sich der Umsatz dieser hochprofitablen Tochterfirma innerhalb von vier Jahren fast auf 6,6 Millionen Euro. Unter den Kunden waren so hochkarätige wie VW und DaimlerChrysler. Mit diesem Erfolg im Rücken stieg der 48-Jährige sicherlich zur großen Zufriedenheit seines Förderers Wiedeking, Anfang Juni 1998 in Vorstand des Unternehmens auf. Dort steuert er seither Produktion und Logistik.














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Alle Kommentare lesen10.09.2009, 18:01 UhrAnonymer Benutzer: ich
Wiedeking hat keine zweistellige, erst recht keine dreistellige Millionenabfindung bekommen. 25 Mio. gingen an eine soziale Stiftung und weitere 22-23 Mio. gingen wieder an Porsche zurück! Sprich: 2-3 Mio. Abfindung.
24.07.2009, 10:13 UhrAnonymer Benutzer: Kurt
@Hugendubel - ich glaube nicht, dass das Land Misserfolge goutiert. Das Land würde es aber gerechter finden, wenn nicht nur die Erfolge (zurecht) belohnt würden, sondern auch die Misserfolge echte Konsequenzen für ihre Verursacher hätten. 50 Millionen-Abfindungen fallen übrigens nicht unter die Rubrik echte Konsequenzen.
23.07.2009, 19:00 UhrAnonymer Benutzer: suessmei
Es ist immer das gleiche: Wieder einmal schafft es ein sog.Topmanager , sein Unternehmen aufgrund seines Hanges zum Grössenwahnsinn an den Rand der insolvenz zu führen, und bekommt als Dankeschön für seinen Abgang eine Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe, und das in Zeiten, in denen jeder dritte Arbeitnehmer im Land um seinen Job bangt. Das ist Kapitalismus in seiner perversesten Form ...