Ende einer Ära: Metro-Chef Cordes zu Abschied gedrängt

Ende einer Ära: Metro-Chef Cordes zu Abschied gedrängt

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ARCHIV: Der Vorstandsvorsitzende der Metro AG, Eckhard Cordes, stellt in Duesseldorf die Bilanz des Unternehmens waehrend einer Pressekonferenz des Konzerns vor (Foto vom 24.03.09). Cordes hat nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe vom 31.08.11) den Rueckhalt im Aufsichtsrat des groessten deutschen Handelskonzerns verloren. (zu dapd-Text) Foto: Roberto Pfeil/AP/dapd

Die Amtszeit von Vorstandschef Eckhard Cordes bei der Metro scheint abgelaufen zu sein. Aus Insiderkreisen heißt es, es gebe keine Mehrheit für eine Verlängerung des Vertrages.

Beim Handelskonzern Metro deutet sich ein Chefwechsel an. Vertreter des Großaktionärs Haniel hätten Metro-Chef Eckhard Cordes signalisiert, dass dieser möglichst noch im September erklären solle, von sich aus auf den Posten an der Spitze zu verzichten, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag.Darüber hatte auch das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet. Sprecher von Haniel und Metro wollten sich nicht äußern. Der Vertrag des Metro-Chefs läuft im Oktober 2012 aus, noch im Herbst soll der Aufsichtsrat über seine Zukunft an der Metro-Spitze entscheiden. Nun könnten die Weichen aber auf einen personellen Neuanfang gestellt werden, sagt ein weiterer Insider. Cordes solle selbst auf eine weitere Kandidatur verzichten, um dem Manager einen ehrenvollen Abgang zu ermöglichen, hieß es. Die hätten ihm Vertreter von Großaktionär Haniel nahegelegt. „Die Haniel-Seite ist verstimmt“, sagte eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person.

Kommt Deutscher in Frankreich oder Franzose in Deutschland?

Als möglicher neuer Metro-Chef sei bereits Thomas Hübner, derzeit Europa-Chef des französischen Metro-Konkurrenten Carrefour , gehandelt worden, sagte ein weiterer Insider. Hübner hatte den Metro-Konzern 2008 verlassen, wo er zuletzt die Großmarktkette Cash&Carry geleitet hatte. Carrefour wollte sich nicht äußern. An anderer Stelle hieß es, denkbar sei auch eine Variante mit dem Franzosen Joel Saveuse als Übergangslösung. Saveuse verantwortet derzeit bei dem Düsseldorfer Konzern unter anderem das Cash&Carry-Geschäft in Europa sowie die Tochter Real.

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Spekulation um berufliche Zukunft

Kritik an Cordes war schon aus dem Lager der Arbeitnehmer laut geworden. Die kritische Haltung von Verdi zu verschiedenen unternehmerischen Entscheidungen von Cordes sei bekannt, hatte bereits ein Sprecher der Gewerkschaft gesagt. Dies betreffe etwa den Stellenabbau durch das Sparprogramm Shape. „Im übrigen werden Vorstandsverträge wohlweislich auf Zeit geschlossen, damit die Aufsichtsräte gegebenenfalls die Möglichkeit haben, personelle Weichen neu zu stellen.“  Cordes selbst hat es bislang immer wieder offen gelassen, ob er eine weitere Amtszeit an der Metro-Spitze anstrebt. Bereits seit Monaten wird über seine berufliche Zukunft spekuliert.

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