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Energie: Auch E.On will Stromnetz verkaufen

von dpa/dlm

Kommt die Deutsche Netz AG? Nach Vattenfall könnte auch E.On sein überregionales Stromnetz an das Konsortium aus Goldman Sachs und Töchtern von Allianz und Deutscher Bank verkaufen. RWE und EnBW zögern noch.

** ARCHIV ** Die Sonne scheint Quelle: ASSOCIATED PRESS
** ARCHIV ** Die Sonne scheint am 15. Aug. 2003 bei Dorsten durch einen Strommast. Die Verbraucherpreise fuer Energie werden nach Einschaetzung von E.ON-Chef Wulf Bernotat weiter auf breiter Front steigen. "Fuer das, was Strom an Lebensqualitaet bietet, ist Strom eigentlich zu billig, wenn wir ehrlich sind", sagte er der "Bild"-Zeitung fuer deren Ausgabe am Freitag, 14. September 2007. Die Zeiten billiger Energie seien wahrscheinlich vorbei. Der weltweite Bedarf steige deutlich, waehrend das Angebot nicht entsprechend mitwachse. Das gelte fuer Oel, Gas, Kohle und damit auch fuer Strom. (AP Photo/Martin Meissner) ** zu APD8278 ** Quelle: ASSOCIATED PRESS
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Der deutsche Energiemarkt steht vor historischen Veränderungen: Nach Vattenfall will auch Deutschlands größter Energiekonzern E.On sein überregionales Stromnetz verkaufen. Der Versorger wolle in der kommenden Woche darüber informieren, wenn er seinen Bericht über die ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres vorlegt. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Als mögliche Käufer werden der niederländische Betreiber Tennet und ein Konsortium aus Goldman Sachs und Töchtern von Allianz  und Deutscher Bank gehandelt. Letzteres hat sich Presseberichten zufolge bereits mit Vattenfall über den Erwerb von dessen 9700 Kilometer langen Hochspannungsnetz für rund 500 Mio. Euro geeinigt. Der Vattenfall-Aufsichtsrat hat den Berichten zufolge inzwischen grünes Licht gegeben. Der Konzern wollte dies offiziell noch nicht bestätigen, geht aber davon aus, dass der Verkauf bis zum Jahresende besiegelt ist.  

Nur noch ein Stromnetzbetreiber

Lange Zeit hatten sich die Konzerne gegen den Verkauf ihrer Stromnetze gesperrt. Sie wollten die komplette Kette von der Stromproduktion über den Transport bis zum Vertrieb kontrollieren. In den vergangenen Jahren drängte aber vor allem die EU-Kommission auf eine Entflechtung, um Konkurrenten einen fairen Zugang zum Netz zu gewährleisten. E.On verpflichtete sich im Zuge eines Kartellverfahrens zum Verkauf des Netzes. Vattenfall entschied sich freiwillig dazu. Dagegen wollen die beiden anderen großen Netzbetreiber, RWE und EnBW, ihre Leitungen vorerst behalten.

Eine Deutsche Netz AG, die als einziger Stromnetzbetreiber agieren soll, entspricht allerdings dem Wunsch der Bundesregierung. Bisher sorgt jeder der vier Betreiber selbst für die Balance zwischen Angebot und Nachfrage, um seine Kraftwerke möglichst gut auszulasten.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 05.11.2009, 14:55 UhrAnonymer Benutzer: kannSOsein

    investmentprofis kontrollieren das stromnetz :(
    traurige realität..

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