Energie: Gasvorräte werden knapper

Energie: Gasvorräte werden knapper

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Gasspeicher Rehden mit Mitarbeiter

Die Gasspeicher in Deutschland leeren sich rapide. Schon in der kommenden Woche könnten sie nur noch zur Hälfte gefüllt sein.

Angesichts der ausbliebenden Gaslieferungen aus Russland hatten die deutschen Energieversorger bislang gerne auf ihre gut gefüllten Gasspeicher verwiesen. Deutschland verfügt über 46 Speicher mit einer Gesamtkapazität von 4,2 Milliarden Kubikmetern, etwa dem Jahresverbrauch von zwei Millionen Einfamilienhäusern.

Doch diese Vorräte gehen nun schneller zur Neige, als bislang angenommen. Zu Wochenbeginn waren die Speicher nur noch zu 59 Prozent gefüllt - soviel waren es im vergangen Jahr noch im März. Das geht aus Zahlen der europäischen Gasspeicher-Organisation Gas Storage Europe (GSE) hervor, in der sich 60 Gasimporteure aus 27 Ländern zusammengeschlossen haben. Auch im europäischen Vergleich ist die Entnahme aus den Speichern in Deutschland besonders hoch. Nur in Frankreich enthalten die Speicher weniger Gas.

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Innerhalb von einer Woche sind die Vorräte von 69 Prozent auf 59 Prozent zurück gegangen, normalerweise sinken sie im Winter pro Woche nur um wenige Prozentpunkte. Erdgasspeicher dienen dem Ausgleich der saisonalen Schwankungen. Im Sommer, wenn der Verbrauch teilweise nur ein Zehntel des Bedarfs der Wintermonate beträgt, werden hier große Gasmengen eingelagert.

Hält die Entnahme auf dem derzeitigen Niveau an, dürften die Speicher schon in der kommenden Woche mehr als zur Hälfte geleert sein. Im gesamten vorigen Jahr betrug das niedrigste Speichervolumen 47 Prozent. Damit könnten die Energieversorger nach Experteneinschätzungen schon bald versuchen, den Verbrauch zu kappen, berichtet die "Financial Times Deutschland". Privathaushalte seien davon jedoch nicht betroffen. Zuerst würde versucht, bei Großverbrauchern in der Industrie wo es möglich ist auf die Nutzung von Öl und Kohle umzustellen.   

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