Alternative Energie: Lieferanten für kontinuierliche Stromproduktion

Alternative Energie: Lieferanten für kontinuierliche Stromproduktion

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Wie sich überschüssiger Windstrom per Druckluftspeicherkraft nutzen lässt (zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)

Windgeneratoren und Solarzellen fallen wetterbedingt häufig aus. Wasserstoff, heiße Salze, Druckluft und Kühlaggregate sorgen künftig für eine kontinuierliche Stromproduktion.

Wenn der Wind im Norden heftig weht, findet sich immer häufiger kein Abnehmer für den Strom, den Zehntausende Windgeneratoren produzieren. Tausende müssen dann abgeschaltet werden. Es wären noch mehr, wenn der Düsseldorfer Stromriese E.On nicht Europas einziges großes Druckluftspeicherkraftwerk besäße.

In Elsfleth-Huntorf bei Oldenburg pressen seit 1978 bei Stromüberschuss gewaltige Verdichter Luft in Hohlräume eines Salzstocks. Bei hohem Strombedarf jagt die Anlage Druckluft durch einen Turbogenerator zur Stromerzeugung. Die Spitzenleistung beträgt 290 Megawatt – nicht viel angesichts einer installierten Windleistung von weit mehr als 20.000 Megawatt.

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Zwischenlager dienen als Puffer

Druckluftspeicherkraftwerke einer neuen Generation, deren Bau gerade vorbereitet wird, sind mit gewaltigen Wärmespeichern ausgestattet. Darin wird die Verdichterwärme zwischengelagert, um später die eiskalte Luft aus dem unterirdischen Speicher zu erwärmen.

Statt 50 Prozent der gespeicherten Energie lassen sich dann 70 Prozent nutzen. Außer Alstom entwickeln auch Siemens und General Electric derartige Zwischenlager für Windstrom, die sich prinzipiell auch als Puffer für Strom aus Solarzellen eignen. Sie lösen ein grundsätzliches Problem: Je nach Wetter und Tageszeit fällt die Stromproduktion von Windgeneratoren und Solarzellen viele Stunden lang aus.

Auf Wasserstoff statt Druckluft setzt dagegen ein Konsortium aus mittelständischen Unternehmen, das mit der Universität Oldenburg kooperiert. Überschüssiger Windstrom wird genutzt, um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu zerlegen. Letzterer lässt sich bei Strommangel in Netzstrom zurückverwandeln. Oder er landet in den Tanks von Autos mit Brennstoffzellenantrieb.

Enertrag baut vielseitigstes Hybridkraftwerk der Welt

Die Partner des Projekts HyWindBalance entwickelten dafür einen Elektrolyseur, der 24 mannshohe Stahlflaschen mit Wasserstoff füllen kann. Der Energieinhalt liegt bei fünf Kilowatt. Die ersten drei von zwölf dieser Giganten im Hochseewindpark Alpha Ventus, 45 Kilometer vor Borkum, liefern seit Anfang August Strom ins deutsche Netz.

Ein paar Nummern größer als HyWindBalance ist eine Hybridanlage, die der Mittelständler Enertrag aus dem brandenburgischen Dauerthal in Prenzlau bei Stettin bis 2010 fertigstellt. Pufferenergie ist auch hier Wasserstoff, der aus dem Überschussstrom von drei Windenergieanlagen gewonnen wird.

Der Wasserstoff wird, wenn die Tanks randvoll sind, dem Biogas beigemischt, das die beiden Blockheizkraftwerke versorgt. Das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt lässt sich so steuern, dass es stets Strom und Fernwärme erzeugt, mehr noch: Es deckt sogar plötzlich im Netz auftretenden Mehrbedarf an Strom.

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