Dea-Verkauf drückt Schuldenlast : RWE rutscht aber weiter ab

Dea-Verkauf drückt Schuldenlast : RWE rutscht aber weiter ab

Bei RWE geht es zunächst weiter bergab. Besserung bei den Börsenstrompreisen ist vorerst nicht in Sicht. Allerdings fangen die teuer aufgebauten Windkraftanlagen an, Geld zu verdienen.

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE bekommt den Gewinnrückgang im Tagesgeschäft nicht in den Griff. Angesichts abgesackter Strom-Großhandelspreise ging das Betriebsergebnis im ersten Quartal weiter um 5,1 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Die Kraftwerkssparte verdiente fast ein Viertel weniger als vor einem Jahr.

Deutsche Energieversorger im Vergleich

  • E.On

    Umsatz im Jahr 2013: 36,8 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 18.518 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 704 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 11 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

  • RWE

    Umsatz im Jahr 2013: 28,1 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 28.257 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 271 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 6 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

  • EnBW

    Umsatz im Jahr 2013:20,5 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 13.802 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 128 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 13 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

  • Vattenfall

    Umsatz im Jahr 2013: 15,3 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 18.352 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 86 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 23 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

Der im März abgeschlossene Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea an ein Konsortium des russischen Oligarchen Michail Fridman brachte inklusive Zinsen 5,3 Milliarden Euro ein. Dank des Verkaufs sanken die Schulden seit dem Jahresbeginn um gut zehn Prozent auf 27,7 Milliarden Euro.

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Welche deutschen Atomkraftwerke demnächst vom Netz gehen

  • bis 12/2017

    Grundremmigen B (Bayern, RWE/E.On)

    Bruttoleistung: 1344 MWe
    Inbetriebnahme: 09.03.1984
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2017

    Quelle: Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (bmub)

  • bis 12/2019

    Philippsburg II (Baden-Württemberg, EnBW)

    Bruttoleistung: 1468 MWe
    Inbetriebnahme: 13.12.1984
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2019

  • bis 12/2021

    Grohnde II (Niedersachsen, EnBW)

    Bruttoleistung: 1430 MWe
    Inbetriebnahme: 01.09.1984
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2021

    Brokdorf (Schleswig-Holstein, E.On/Vattenfall)

    Bruttoleistung: 1480 MWe
    Inbetriebnahme: 08.10.1986
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2021

    Grundremmigen C (Bayern, RWE/E.On)

    Bruttoleistung: 1344 MWe
    Inbetriebnahme: 26.10.1984
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2021

  • bis 12/2022

    Isar II (Bayern, E.On/Stadtwerke München)

    Bruttoleistung: 1485 MWe
    Inbetriebnahme: 15.01.1988
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2022

    Emsland (Niedersachsen, RWE/E.On)

    Bruttoleistung: 1400 MWe
    Inbetriebnahme: 14.04.1988
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2022

    Neckarwestheim II (Baden-Württemberg, EnBW)

    Bruttoleistung: 1400 MWe
    Inbetriebnahme: 29.12.1988
    Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb gemäß Atomgesetz (AtG): 31.12.2022

RWE verbuchte vor allem dank dieses Einmaleffekts ein kräftiges Gewinnplus von 118 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Während die Talfahrt bei den konventionellen Kraftwerken sich beschleunigte, legte der Gewinn der Ökostrom-Sparte kräftig zu. Dabei zahlen sich Investitionen vor allem in große Windparks zunehmend aus.

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Der insgesamt kühlere Winter als vor einem Jahr half dem Konzern zusätzlich, weil er den Gasabsatz steigen ließ. So kletterte der RWE-Umsatz um knapp drei Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Hoffnung auf eine allmähliche Erholung der Geschäfte machte das Unternehmen weiter nicht. Der Vorstand bestätigte seine Prognose, wonach das betriebliche Ergebnis in diesem Jahr um bis zu zwölf Prozent auf 3,6 bis 3,9 Milliarden Euro sinken soll. Bei dem um Sondereffekte bereinigten nachhaltigen Nettoergebnis stellt RWE weiter 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro in Aussicht, 2014 waren es noch 2,3 Milliarden.

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