Deutscher Strommix: Erneuerbare Energien überholen Braunkohle

ThemaEnergiewende

Deutscher Strommix: Erneuerbare Energien überholen Braunkohle

Erstmals sind Windkraft, Solar- und Bioenergie sowie Wasserkraft der wichtigsten Energieträger im deutschen Strommix und verdrängen damit die Braunkohle.

Die erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 2014 einem Bericht zufolge erstmals die Braunkohle als wichtigsten Energieträger im deutschen Strommix überholt. Wie die Online-Ausgabe des „Manager Magazins“ am Mittwoch meldete, kamen Windkraft, Solar- und Bioenergie sowie Wasserkraft in den vergangenen sechs Monaten auf insgesamt 81,1 Terrawattstunden Strom. Bei der Braunkohle betrug die erzeugte Elektrizität dagegen nur 69,7 Terrawattstunden, schreibt das Magazin unter Berufung auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg.

Chronik der Energiewende

  • 11. März 2011 Fukushima

    Der von einem Erdbeben ausgelöste Tsunami überschwemmt und zerstört in Fukushima-Daini 250 Kilometer nordöstlich von Tokio Teile des Kernkraftwerks.

  • 15. März 2011 Atommoratorium

    Die Bundesregierung ordnet an, sieben ältere Kernkraftwerke sofort vom Netz zu nehmen, die übrigen zehn Reaktoren kommen auf den Prüfstand.

  • 30. Mai 2011 Ausstiegsbeschluss

    Union und FDP einigen sich auf einen kompletten Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022, die sieben älteren Meiler müssen endgültig stillgelegt werden.

  • 6. Juni 2011 Energiewende

    Das Kabinett segnet das Atom- und Energiepaket ab und präsentiert die energie- und klimapolitischen Ziele bis 2050.

  • 9. November 2012 EU protestiert

    Die EU-Kommission reklamiert für sich Kompetenzen bei der Energiewende. Der Strommarkt müsse europäischer werden.

  • 12. Juni 2013 Kanzlerin greift ein

    Angela Merkel fordert eine Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG): „Wenn die EEG-Umlage so weiter steigt, dann haben wir mit der Energiewende ein Problem.“

Bisher hatte die Braunkohle in Deutschland die Nase vorn, im vorigen Jahr wurde so viel Strom aus dem fossilen Energieträger erzeugt wie seit 1990 nicht mehr. Nun ermittelten die Fraunhofer-Forscher auf Basis von Angaben des Statistischen Bundesamts und der Strombörse EEX zum Teil deutliche Rückgänge aus den konventionellen Kraftwerken, schreibt das „Manager Magazin“. Bei der Braunkohle habe das Minus im ersten Halbjahr 4 Prozent, bei der Steinkohle fast 11, bei Atomkraftwerken 2 und bei Gaskraftwerken sogar 25 Prozent betragen.

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Weitere Artikel

Im Rahmen der Ökostromreform (EEG) wird die staatliche Förderung der regenerativen Energien in vielen Bereichen gedrosselt; Experten gehen auch davon aus, dass die Ökostromlage zum kommenden Jahr eher sinken als steigen wird. Nicht zuletzt auch wegen eines Milliardenüberschusses auf dem EEG-Konto. Dort werden die Einnahmen aus der EEG-Umlage mit den Auszahlungen an Ökostrombetreiber verrechnet. Ein fester Ausbaukorridor soll außerdem eine Überhitzung des subventionierten Ausbaus verhindern, den Verbraucher und Industrie über die EEG-Umlage mitbezahlen. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) machen Steuern und Abgaben inzwischen 52 Prozent des Strompreises aus.

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