E.On-Abspaltung: Uniper will Milliardenwerte verkaufen

E.On-Abspaltung: Uniper will Milliardenwerte verkaufen

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Uniper-Zentrale in Düsseldorf: Holpriger Start für die E.On-Abspaltung.

Uniper drückt auf die Kostenbremse: Die E.On-Abspaltung will wegen der hohen Nettoverschuldung Aktivitäten im Wert von mindestens zwei Milliarden Euro verkaufen. Trotz des Sparkurses soll es eine Dividende geben.

Die E.On-Abspaltung Uniper drückt gleich zu Beginn ihrer Geschäfte auf die Kostenbremse. Das Unternehmen starte mit einer Nettoverschuldung auf Pro-forma-Basis von 4,7 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Daher seien durchgreifende Maßnahmen notwendig. Die Investitionen sollen deutlich verringert und Aktivitäten von mindestens zwei Milliarden Euro abgestoßen werden.

E.On will noch in diesem Jahr 53 Prozent der Uniper-Aktien an die Börse bringen, die E.On-Aktionäre bekommen die Uniper-Anteile dabei ins Depot gebucht. Zu Uniper gehören die Kohle- und Gaskraftwerke und der Energiehandel. Bei E.On verbleiben das Ökostromgeschäft, die Strom- und Gasnetze, Energiedienstleistungen und die Atomkraftwerke.

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"Dass mit unserem Spin-off-Plan für beide Unternehmen bessere Zukunftsperspektiven als in der alten Struktur verbunden sind, davon wollen wir im Juni bei der Hauptversammlung unsere Eigentümer überzeugen", sagte E.On-Chef Johannes Teyssen. Die Aktionäre müssen den Plänen noch zustimmen. Teyssen verspricht sich von dem Vorhaben ein schärferes Profil, das neue Investoren anlocken soll. Die Aktionäre von E.On sollen für jeweils zehn E.On-Aktien zusätzlich eine Uniper-Aktie in ihr Depot bekommen. Langfristig will sich E.On von Uniper ganz trennen.

E.On macht Rekordverlust Wie es mit dem Energie-Konzern weitergeht

Noch ein letztes Mal muss E.On-Chef Teyssen eine Horrorbilanz vorstellen. Bald startet dann sein neues Leben als oberster Öko-Manager. Wie sein Erzrivale Terium von RWE muss Teyssen der Energiewende hinterherrennen.

Auch E.On-Chef Johannes Teyssen will demnächst voll auf erneuerbare Energien setzen. Quelle: dpa

Uniper nimmt wegen der schwierigen Marktlage die Personalkosten unter die Lupe. "Wir werden uns alles anschauen, auch die Personalkosten", sagte Uniper-Chef Klaus Schäfer am Dienstag während einer Telefonkonferenz. Details wollte er nicht nennen. In dem Unternehmen sind etwa 14.000 Mitarbeiter beschäftigt.

E.On präzisierte vor der geplanten Aufspaltung seine Prognose für 2016. In der neuen Struktur peile der Versorger einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,7 bis 3,1 Milliarden Euro an. Der Konzern peile eine Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des nachhaltigen Konzernüberschusses an.

Uniper will für 2016 sollen die Aktionäre 200 Millionen Euro an Dividende ausschütten. Ab 2017 sollen die Dividendenzahlungen aus dem freien Cash des operativen Geschäfts gezahlt werden. Auf Pro-forma-Basis erzielte Uniper 2015 ein bereinigtes Ebitda von 1,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebit von 0,8 Milliarden Euro.

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