E.On-Tochter Uniper verliert Milliarden

E.On-Tochter: Milliardenverlust in Unipers Büchern

, aktualisiert 22. November 2016, 11:55 Uhr
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Der Energieversorger E.On hat seine konventionellen Kraftwerke in der Tochtergesellschaft Uniper gebündelt.

Der Energieversorge E.On hat seine Kohle-Kraftwerke in der Tochtergesellschaft Uniper ausgegliedert. Die verbucht nun einen Milliardenverlust. Erstmals hat der Konzern auch eine Prognose für Uniper vorgelegt.

Die E.On-Kraftwerkstochter Uniper will nach einem Milliardenverlust drastisch sparen. Bis Ende 2018 sollen die Kosten um rund 400 Millionen Euro gesenkt werden, kündigte Uniper-Chef Klaus Schäfer am Dienstag an. Dazu gehörten Stilllegungen von Kraftwerken und die Senkung von Personalkosten. Die Hälfte der Einsparungen solle bereits Ende 2016 wirksam werden. Nach hohen Abschreibungen fuhr der Konzern in den ersten neun Monaten unter dem Strich einen Verlust von 4,2 Milliarden Euro ein. Um Sondereffekte bereinigt stand operativ (bereinigtes Ebitda) dank Zuwächsen im Gasgeschäft ein Gewinn von 1,8 Milliarden Euro nach 1,2 Milliarden im Vorjahr in den Büchern. Im Stromgeschäft gingen die Erträge jedoch zurück.

"Wir werden weiterhin konsequent mit Augenmaß investieren und unsere Kostendisziplin fortsetzen, um Uniper bilanziell nachhaltig wetterfest aufzustellen", sagte Finanzchef Christopher Delbrück. Mit den Einsparungen sollten die beeinflussbaren Kosten von 2,3 Milliarden auf 1,9 Milliarden gesenkt werden. Unabhängig davon will Uniper durch Verkäufe bis Ende 2017 zwei Milliarden Euro einnehmen.

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Erstmals gab Uniper eine Prognose für 2016. Danach soll das bereinigte Ebitda bei 1,9 bis 2,2 Milliarden Euro liegen. Die Dividende solle bei 55 Cent je Aktie liegen, bekräftigte der Versorger. E.On hatte Uniper im September an die Börse gebracht und die Mehrheit der Anteile den eigenen Aktionären ins Depot gelegt. E.On hält noch rund 47 Prozent an dem Unternehmen, in dem die Kohle- und Gaskraftwerke und der Energiehandel gebündelt sind. Der Mutterkonzern hatte wegen des Verfalls der Strom-Großhandelspreise rund zehn Milliarden Euro auf Uniper abgeschrieben.

Die gefallenen Strompreise setzen Uniper weiter unter Druck. So fiel das Ergebnis in der europäischen Erzeugung von Januar bis Ende September um 174 Millionen auf 600 Millionen Euro. Außerhalb Europas schrumpfte es um 128 Millionen auf 100 Millionen Euro. In Russland kämpft der Konzern mit den Folgen eines Brandes im Kraftwerk Beresowskaja 3. Profitieren konnte der Versorger hingegen von günstigeren Gasbezugsverträgen. Das Handelsgeschäft verbesserte sein Ergebnis um 900 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro.

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