Einigung mit Gazprom: E.On erwartet Gewinnsteigerung

Einigung mit Gazprom: E.On erwartet Gewinnsteigerung

, aktualisiert 29. März 2016, 17:21 Uhr
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E.ON erwartet Gewinnsteigerung.

Die Differenzen um die Preiskonditionen haben die E.On-Tochter Uniper und Gazprom beigelegt. Nun darf E.On auf einen höheren Gewinn hoffen.

Der Versorger E.ON profitiert von der Beilegung eines Streits um langfristige Gaslieferverträge mit der russischen Gazprom. Die E.ON-Tochter Uniper und Gazprom hätten sich auf eine Anpassung der Preiskonditionen verständigt, teilten die Düsseldorfer am Dienstag mit. Durch die Übereinkunft könne auch ein Verfahren vor einem Schiedsgericht beigelegt werden. In der Vergangenheit hatte E.ON immer wieder versucht, Preise in den über lange Jahre laufenden Verträgen zu drücken. Nun kann der Versorger auch Rückstellungen auflösen - und traut sich beim Gewinn mehr zu als bisher. Die Nachrichten kamen an der Börse recht gut an: E.ON-Aktien stiegen am späten Nachmittag um 0,7 Prozent.

"Gazprom und Uniper haben erneut bewiesen, dass man bei langfristigen Gaslieferverträgen flexible Lösungen finden kann", betonte Uniper-Chef Klaus Schäfer. Bereits im ersten Quartal profitiert E.ON - beim Ebitda stehen dann rund 380 Millionen Euro aus der Einigung in der Bilanz. Insgesamt erwartet der Konzern 2016 mehr Gewinn. So stellte das Dax-Unternehmen nun ein Ebitda von 6,4 bis 6,9 Milliarden Euro in Aussicht. Anfang März hatte Vorstandschef Johannes Teyssen inklusive der neuen Energiegesellschaft Uniper hier noch eine Spanne von 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro genannt. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet E.ON statt 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro nunmehr eine Spanne von 1,5 bis 1,9 Milliarden Euro.

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Im vergangenen Jahr hatte E.ON einen Rekordverlust von sieben Milliarden Euro geschrieben. Teyssen hat dem Konzern eine Aufspaltung verordnet. Die Gas- und Kohlekraftwerke werden bei der Tochter Uniper geführt, während E.ON sich auf das zukunftsträchtige Ökostromgeschäft konzentriert. Uniper habe durch die Einigung mit Gazprom seine Risikopositionen im Bezug auf die langfristigen Gaslieferverträge reduziert, hieß es weiter. E.ON hatte in der Vergangenheit beklagt, dass der Konzern teurer Gas einkaufe als er es verkaufen könne.

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