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Einsparungen: RWE zieht die Bremse

von Andreas Wildhagen

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE baut noch mehr Stellen ab. Ländergesellschaften werden zusammengelegt.

RWE-Chef Peter Terium - beim Energieversorger wird nicht nur gestrichen, sondern auch zusammengelegt. Quelle: dapd
RWE-Chef Peter Terium - beim Energieversorger wird nicht nur gestrichen, sondern auch zusammengelegt. Quelle: dapd

RWE-Chef Peter Terium nimmt bei RWE das Tempo heraus: Es werden Jobs gestrichen, mehr als ursprünglich geplant. Statt 8000 Arbeitsplätze werden es nun 2400 zusätzliche Jobs, die abgebaut werden. Akquisitionen? Erst einmal nicht im großen Stil, so die Botschaft des Vorstands. Gleichzeitig wird bei RWE nicht nur gestrichen, sondern auch zusammengelegt. So plant Terium die Gründung einer länderübergreifenden Kraftwerksgesellschaft, die in Form einer europäischen Aktiengesellschaft (SE) Anfang 2013 mit Sitz in Deutschland ihre Arbeit aufnehmen soll. In welcher Stadt RWE diese Ländergesellschaft gründen will, ist dabei noch offen. Wahrscheinlich aber wird es Essen sein.

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Dass der RWE-Vorstand sich nicht durchringen konnte, den genauen Ort zu benennen, in der die Gesellschaft gegründet wird, zeigt die Unsicherheit, in der das Versorgungsunternehmen zur Zeit schwimmt. Wie sich der Abbau der 10.400 Arbeitsplätze in ein paar Jahren auf die Gesamtbelegschaft auswirken will, darüber wollten die RWE-Manager in ihrem Halbjahresbericht auch nichts sagen.

RWE

Geplante Einsparungen

1,5 Milliarden plus eine weitere Milliarde in  2013 und 2014.

Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze

Zunächst hieß es, die Zahl der Mitarbeiter solle um 8000 sinken. 3000 davon sollten durch Verkäufe von Unternehmensteilen wegfallen. Jetzt legte der neue Chef Peter Terium nach - weitere 2400 Stellen werden gestrichen. Das sei unumgänglich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bild: dpa

Immerhin hat RWE mit dem norwegischen Erdgaslieferanten Statoil eine Einigung erzielt, die bei Gaslieferverträgen nun eine Preissenkung bewirkt. Terium: „Mit Statoil hat ein weiterer Lieferant eingewilligt, dass sich die Entgelte nunmehr an den aktuellen Marktbedingungen ausrichten.“ Im Klartext: Statoil akzeptiert, dass sich mit dem Flüssiggas LNG, das aus allen Kontinenten in Tankern nach Europa kommt, ein neuer Markt eröffnet, der preiswerteres Erdgas aufbietet als die in Langfristverträgen festgezurrten Preisklauseln des Pipelinegases.

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Nach dem ersten Erfolg mit Statoil steht nun der schwerste Brocken noch aus: Gazprom. Der russische Gaslieferant hat kürzlich mit E.On einen Verhandlungserfolg hingelegt. RWE konnte so einen Erfolg heute nicht vermelden. Es hakt in den Verhandlungen, und die RWE-Vorstände machen keine Hoffnung, dass sie sich noch in diesem Jahr mit den Russen einigen können. Begründung aus den RWE-Chefetagen: „Wir wollen kein Verhandlungsergebnis, das in den kommenden Jahren Nachverhandlungen nötig macht.“ Vorsicht heißt also auch hier die Mutter der Porzellankiste.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 14.08.2012, 15:56 Uhrtom

    ....

    für was bekommt der Herr Terium so viel Geld.
    Er hat auf vollkommen versagt und kann sich nicht anders als Mitarbeiter zu entlassen.
    Wie peinlich ist das denn?

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